Angefixt von der Lambdadiskussion hier im Thread habe mich weiterhin über die Lambdasonde und Lambdaregelung informiert. Jetzt versteh ich die ganze Lambdaregelung viel besser. Hier gab es gute Erklärungen, aber nicht alle bekam ich richtig in mein Kopf rein. Nichts für Ungut, ist ja auch nicht einfach zu erklären
Ergänzend durch Wikipedia hab ichs dann aber noch besser geblickt, jetzt hab ich auch den Unterschied zwischen Sprungsonde und Breitbandsonde ziemlich gut verstanden.
Also eigentlich wurde die Lambdaregelung ja zur Verbesserung der Abgasqualiät (weniger Emissionen und Schadstoffe) eingeführt. Daher kommt auch der Unterschied zwischen ungeregeltem und geregeltem Katalysator. Geregelt bedeutet per Lambdaregelung. Moderne Katalysatoren sind geregelt, da diese optimal bei einem Restsauerstoffgehalt von einem Prozent im Abgas arbeiten. Um dieses Verhältnis einzuhalten, verwendet man die Lambdasonde, die der Motorsteuerung zusätzliche Signale zur passenden Einspritzmenge gibt. Man hat zwar ansaugseitig Sensoren wie Luftmassenmesser oder Luftmassenmesser, allerdings können diese auch nicht hundertprozentig sichere Angabe zur Luftmenge geben, da die Luftmenge wohl auch von der Luftemperatur, Luftfeuchtigkeit, Sauerstoffdichte (Höhenlage) etc. beeinflusst sind und die Sensoren das eben nicht ganz genau erfassen können (zumindest hab ich das so verstanden). Als Ergänzung dazu dient dann die Lambdasonde, da sich logischerweise im Abgas ja auch Rückschlüsse auf das tatsächliche Kraftstoff-Luft-Gemisch ziehen lassen.
Diese Lambdaregelung selber aber wiederrum - obwohl aus Emissionsgründen eingeführt - bietet ja in Zeiten von modernen elektronisch gesteuerten Motoren auch einen vorteilhaften Nebeneffekt. Über die Lambdaregelung (durch Modifizierung selbiger) lassen sich Motoren optimieren und leistungssteigern, wie man von bike-didi und Köbes hier erfahren hat 
@bike-didi: Was hälst du von einem Lambdamanipulator statt eines Lambdaeleminators? Es gibt für die NC nämlich auch neben der teureren Rapid Bike Evo Variante (für mich wohl eh zu komplex) die günstigere und einfachere Rapid Bike Easy Variante. Das RB Easy wird vor der Lambdasonde angeschlossen und hat zwei Drehregler, womit man jederzeit unterwegs die Werte verändern kann ganz ohne Computer. Es beeinflusst die Lambdasignale, womit man das Gemisch direkt anfetten oder abmagern kann. Das sollte doch ausreichend funktionieren. Ich hab auch ein bischen nach dem System gegoogelt. Zum Beispiel landet man dabei auch in Aprillia und Ducati Foren, da die heutigen Motorräder beider Marken werksmäßig wohl durch die Lambdaregelung untenrum sehr mager und damit unrund laufen und an Konstantfahrruckeln etc. leiden). So seien Ducatis mit dem RB Easy bspw. nicht mehr so zickig unter 3500 Touren und die Gasannahme sei auch viel weicher geworden. Für mich schon Grund genug, das RB Easy vielleicht mal auszuprobieren. Ich bin ja mit der sehr ruckartigen Gasannahme meiner NC nicht so zufrieden. Da das RB Easy diese zwei Regler hat und man damit unterwegs rumspielen kann, kann man die besseren Werte ja direkt beim Fahren erfühlen. Kein Prüfstand, kein stufenartiges Ein- und Nachstellen am Computer nötig (dafür dann aber natürlich begrenzt in den Möglichkeiten).
Zudem hätte ich noch eine Frage bezüglich dem Katersatzrohr: Wie wirkt sich ein Katersatzrohr in niedrigen Drehzahlbereichen aus? Auch hab ich schon öfter was über fehlenden Abgasgegendruck durch den Wegfall des Kats gelesen. Wofür ist ein Abgasgegendruck beim Saugmotor nötig? Je besser ein Sauger ausatmen kann, desto besser müsste er doch eigentlich laufen!?