Wirklich eine gute Diskussion und leider erschreckend notwendig.
Es wurde ja schon angesprochen ob Strafen wirken und die vorhanden ausreichend sind. Nun, meiner Meinung nach wirken Strafen durchaus sehr effektiv (wenn sie denn wirklich durchgesetzt werden, sprich ausreichend Kontrolle vorhanden ist). ![]()
Ich wohne seit 10 Jahren in der Schweiz und wie sich inzwischen rumgesprochen haben dürfte sind die Schweizer nicht gerade zimperlich mit ihren Strafen für Verkehrsdelikte. Das hab ich am Anfang meiner Schweiz Zeit auch 2 oder 3 Mal zu spüren bekommen. 10 km/h zu schnell? -> 120 CHF. Falsch links abgebogen (über durchgezogene weisse Linie)? ->300 CHF. Da überlegt man es sich durchaus zwei Mal.
Es wurde auch weiter oben die Verdienstabhängige Strafe ins Spiel gebracht. Auch das ist in der Schweiz der Fall da ab einer Überschreitung um 25 km/h innerorts bzw. 35 km/h auf der Autobahn die Strafe in Tagessätzen angelegt wird. Das kann dann schon mal ein viertel Jahresgehalt aufgebrummt werden. Und ab z.B. 50 km/h zu viel innerorts gibt es 1 Jahr Freiheitsstrafe. Da würden sich die Autorennen Freunde in Deutschland aber umgucken! ![]()
Für mich hat es ein klares umdenken bewirkt. Ich war nie ein aggressiver Fahrer, aber 30 km/h zu schnell auf der Autobahn (z.B. 160 statt 130) war schon mal drin. Inzwischen geht der Tempomat bei max. 7 km/h drüber rein egal ob in der Schweiz oder in Deutschland. Und ich hab mich auch tatsächlich an diese Geschwindigkeiten in der Schweiz gewöhnt. Ist zwar langweilig mit 127 km/h von St. Gallen nach Genf zu dudeln aber unglaublich entspannend. ![]()
Ich bin selbst noch Neuling auf 2 Rädern. Daher hab ich mir hier von Anfang an eine passive und vorausschauende Fahrweise angeeignet. Ich bin glaub ich nie ganz so 100% aufmerksam im Auto, auf dem Motorrad schon - und das ist auch gut so.