Ich teile die Meinung von "NC700Robert" und "sin_moto". Meine Organe gehören mir.
Auch ich habe einen Organspendeausweis auf dem steht, dass ich KEIN Spender bin. In Ösiland braucht man den ja.
Ebenso lehne ich lebensverlängernde Maßnahmen ab und würde auch kein Spenderorgan annehmen. Wenn meine Zeit gekommen ist, dann ist es so. Alles im Leben hat einen Sinn, auch der Tod. Nichts geschieht durch Zufall.
Zitat von DC-Honda
Ich bezeichnete die Verweigerung zu Lebensverlängernden Maßnahmen, also beispielsweise den Erhalt eines Organs, als Egoistisch. Frei nach dem Motto "mir doch egal wer um mich trauert wenn ich tot bin, ich bekomme es ja eh nicht mit", als egoistisches Denken. Man könnte es auch "auf sich selbst fixiert" nennen, hört sich das besser an?
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Was ist daran egoistisch? Für mein Leben bin einzig und allein ich verantwortlich, ebenso für meinen Körper - sprich dessen Pflege, Gesunderhaltung usw.
Wenn ich sterbe, dann soll das (auch nach einem Unfall o.ä.) so von Statten gehen, wie es von der Natur vorgesehen ist. Organspende ist unnatürlich.
Ich hatte in kurzer Zeit mehrere Todesfälle in der Familie. Klar trauert man, vor allem wenn der Verstorbene noch "zu jung zum sterben" war. Dennoch bin ich der Meinung dass es besser ist, eine (wenn auch vielleicht zu früh eingetretene) Zeit der Trauer zu verbringen und nachher wieder "frei zu sein", als vielleicht einen Pflegefall zuhause zu haben, an dem man seelisch langsam kaputt geht.
Wenn ich mir die Post hier so durchlese frage ich mich ernsthaft, wie es die Menschheit bis in die 1950er Jahre geschafft hat zu überleben, obwohl es bis dato noch gar keine Organspenden gab...?
Meiner Meinung nach ist unsere (in einigen Bereich durchaus sehr gute) moderne Medizin mit ihren mehr oder minder gut ausgeprägten Fähigkeiten auch ein wenig daran Schuld, dass die Kosten des Gesundheitssystems immer weiter explodieren.
Zuerst wird ein potentieller Wartekandidat mitunter sehr lange für horent hohe Kosten am Leben gehalten, dann wird für sehr viel Geld transplantiert und anschließend kostet so ein Patient lebenslang richtig viel Geld, weil zeitlebens Medikamente genommen werden müssen.
Wie die Lebensqualität unter diesen Medikamenten so ist, darüber sprechen die "Empfänger" oft nicht. Sie sind, zumindest nach außen, immer dankbar für ihr Spenderorgan und alles ist toll. Was sie zuhause, allein, abends im Bett so denken, das weiß Gott allein.
Ich bin Feuerwehrmann. Bei der Gruppenführerausbildung hat uns unser Lehrgangsleiter am ersten Tag gleich zu Beginn klar gemacht "Ihr könnt nicht jeden retten". Ein wahrer Satz, den man sich in einer ruhigen Minute ein paar mal durch den Kopf gehen lassen sollte.