Beiträge von Ritzelschleifer

    Auf der Website von Yamaha steht die neue R6. Manchmal verstehe ich die Hersteller nicht. Auf der einen Seite ein Riesenzirkus und dann ist sie plötzlich ohne Präsentation einfach da und auf der Website.


    Ich schaue gleich mal, ob da auch die neue Tenere steht :D

    Heizgriffe sind eine hervorragende Erfindung. Zusammen mit großen Handprotektoren die beste Investition für den Winter. Beheizbare Handschuhe sind zwar auch eine Variante, aber viel zu klobig und schwer. Oft es bei mir so, dass ich früh gegen sechs auf Arbeit froh um die Heizgriffe bin und nachmittags ist es dann so warm, dass ich sie gar nicht brauche. Auch bei Abendtouren, die erfahrungsgemäß doch immer etwas länger werden, kann man die Heizgriffe einfach zuschalten und trotzdem mit den dünnen, gefühlsechten Handschuhen fahren (die 16Euro für die günstigen Pharao X-Cross-Handschuhe waren def. meine beste Motorradinvestition dieses Jahr - es fährt sich viel direkter, als mit rel. dicken Motorradhandschuhen).


    Wichtig finde ich noch eine gute, winddichte Sturmhaube gegen die Kältebrücke am Hals, wasserdichte Stiefel und gute Skisocken sowie wärmende und atmungsaktive Bekleidung als erste Schicht. Skisachen sind da sehr gut.


    Wenn es richtig kalt wird, habe ich eine Difi Husky II - irres Teil, anziehen über ganz normale Alltagsklamotten (die Kombi hat Protektoren), -10Grad, alles bestens auch über Stunden. Man sieht zwar etwas wie das Michelinmännchen aus, aber der Wetterschutz ist 1a.

    Ich kann zu dem Thema nichts beitragen, aber der Hinweis auf die Suchfunktion beim Thema Windschutz und CTX 700 erbringt keinen einzigen zielführenden Treffer. Nur für die S und X gibt es zig Threads.


    Zwischen einem klassischen Motorrad und einem sog. Retro-Motorrad sehe ich einen fundamentalen Unterschied. Ein 30 Jahre altes Motorrad sieht so aus wie es aussieht, weil das Design zeittypisch war. Wenn sich ein solches Design entgegen aller späteren Designsprachen als zeitlos aktuell erwiesen hat, kann man von einem klassischen Motorrad oder gemeinhin einem "Klassiker" sprechen. Dieses Prädikat musste sich das Design erarbeiten. Wesentlich ist, dass es authentisch ist.


    Ein Retro-Motorrad spielt dagegen entweder vor, dass es alt ist - Triumph hat die Einspritzanlage der Street Twin als Vergaseratrappe designt -oder spielt mit Zitaten wirklich klassischer Motorräder, z.B. Speichenräder, Kotflügel und Rundscheinwerfer in Chrom, Stereofederbeine usw.


    Man kann es natürlich dennoch einfach schön finden, aber etwas albern ist die das Kopieren von Vergangenem schon: jede Zeit braucht ihren Ausdruck. Wenn der Ausdruck unserer zeit "retro" ist, dann sagt das mE viel über die Konzeptlosigkeit unserer Zeit aus. Beispiele gibt es genügend: Shabby-look bei Möbeln, künstlich abgeschlagener Putz und brachliegende Backsteine in Restaurants usw.


    ].


    Je nach persöilchem Anspruch kann das funktionieren. Ich spreche ja nur von meinen Ansprüchen, nicht denen der Allgemeinheit. Mir fehlt an einer Street Twin zum Beispiel - und nachrüsten ist da ästhetisch eine Katastrophe, weil in der Designsprache nicht vorgesehen: guter Wind- und Wetterschutz durch eine Verkleidung, Handprotektoren, mehr Federweg (verhindern die Stereofederbeine), Gepäckbrücke, großer Tank, guter Soziusplatz usw.

    Die Flucht in die vermeintliche Geborgenheit der Vergangenheit angesichts einer als schnelllebig und mit mangelnden Werten ausgestatteten Zeit, verbunden mit dem Anspruch unendlicher Individualisierung entspricht dem Wesen unserer Epoche der 2010er Jahre.


    Aber: wenn die Retro-Motorräder im Blick auf das Design gut gemacht sind, kann ich Ihnen sogar etwas abgewinnen: die Triumph Street Twin finde ich zum Beispiel grandios. Wenn ich nur hin und wieder bei Schönwetter mal um den Block fahren würde das ideale Motorrad - wie egtl. bei allen vorgestellten Retro-Modellen. Wenn das Motorrad vom Alltag über die Abendrunde bis hin zur langen Reise für alles taugen soll, leider nicht geeignet. Ein Jammer angesichts dieser wunderbaren Formensprache...

    Die M+S Kennung bei Motorradreifen bezieht sich im Maximalfall auf die Profiltiefe, nicht auf Geschwindigkeitsangaben oder Gummimischungen. Ausgewiesene Winterreifen im Sinne einer behördlichen Überprüfung gibt es in Deutschland nicht, lediglich Hersteller wie z.B. Heidenau die in diesem Bereich eine Marktlücke erkannt haben und infolge von Entwicklungsarbeit z. B auch Reifen mit speziellen Gummimischungen anbieten.


    Ausschlussreich hierzu ist folgender Artikel: https://www.bvdm.de/winterreifen.html

    Du sprichst mir aus der Seele. Ähnlich ging es mir mit der SCR von Yamaha - ein schwerer Eisenklotz, aber ich finde sie richtig klasse.


    Indian hatte ich auch nie auf dem Schirm, aber die Scout Sixty sieht wirklich gut aus.