Brexit ist schon O.K.
Zum einen ein paar Nörgler weniger zum anderen wollten die Systemverächter in ganz Europa doch, dass sich was bewegt. Zerschlagen was ist, um danach das Weniger national zu verwalten.
Das kann man sich die nächsten Jahre mal in aller Ruhe am britischen Versuch ansehen.
Vielleicht taugt's ja als Modell für uns.
Vielleicht zerfällt die EU, vielleicht wird sie aber auch stärker und hat mit Schottland und Nordirland zwei neue Mitglieder.
Wer weiß.
Zunächst wird die EU allerdings noch mehr in Schieflage fallen, da nun dem Wirtschaftshegemon Deutschland noch weniger Gegengewicht entgegensteht. Selbst eine Regierung, die in EU-Fragen weniger deutsch-national-egoistisch agieren würde als die deutsche in den letzten 8 Jahren, kann nichts daran ändern, dass die deutsche Wirtschaftskraft die Kleinen relativ nun noch mehr an die Wand quetscht.
National gesehen, könnte uns als Deutsche das die nächsten 10 Jahre recht egal sein. Die kleineren Länder sollten aus gutem Grund eher bibbern.
Außer:
Wir machen mal Nägel mit Köpfen - jetzt ohne die Briten viel leichter - und stimmen endlich einer echten wirtschaftlichen und Banken-Union zu, mit großzügigem Schuldenerlaß für die Griechen, mit strikten Regeln für Banken und Großkonzerne.
Aber ist das In Deutschland mit einer Regierung ohne Eier in Zeiten der AfD mehrheitsfähig? 