Beiträge von Sigi64
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Ich fahre seit 1982, auch in Großstädten, anfänglich hauptsächlich München. Ich kann keine Veränderung der Verkehrssitten feststellen, partiell eher im Gegenteil, heute wird z.B. viel regelkonformer geparkt. Vielleicht wirken die ganzen potenten SUVs heute etwas bedrohlicher. Aber bereits damals war man der Depp, wenn man sich an das Geschwindigkeitslimit gehalten hat und wurde angehupt oder z.B. auf dem Mittleren Ring in München im 60er Limit von der Polizei ohne Blaulicht mit 90 überholt (heute ist in der Landshuter Straße ein fester Blitzer bei 50km/h Limit installiert, alle fahren 50...und 30 Meter danach wieder 80).
Ich habe mich dann eben schnell angepasst und fahre seitdem mit der Masse unauffällig dauerhaft zu schnell (Limit plus MwSt), überhole wenn frei ist - egal ob's erlaubt ist, links oder rechts, gebe nach fest installierten Blitzern wieder Gas und warne andere vor Radarfallen, etc. Ich befinde mich gefühlt in guter Gesellschaft mit dem Großteil der anderen Fahrer und habe im Schnitt der letzten 20 Jahre pro Jahr 3 Tickets unter 30 EUR.
Natürlich gibt es ein paar Todsünden, die man tunlichst unterlassen sollte, wie nicht absolut jederzeit anhaltefähig an kleinen Kindern vorbeizufahren oder auf der Autobahn rechts zu überholen. Nicht blinken gehört m. E. auch dazu
.Andererseits:
Wenn flächendeckend kontrolliert würde und alles etwas regelkonformer ablaufen würde, hätte ich auch kein Problem damit.
Aber freiwillig damit anfangen so lange es noch so billig ist?
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Bevor alles zusammenbricht, fahre ich demnächst erstmal noch 'ne Woche in Urlaub.
Falls ich irgendwelchen Äxten oder Macheten begegne: Hasta la Vista Freunde, war echt nett hier!
Eigentlich wär das ja was für den Witzethread aber passt aktuell hier viel besser her.
Der Haitzinger bringt's mal wieder auf den Punkt
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Zitat von Ishigaki-kunAlles anzeigen
Axtmörder (versuchter Mord) in Würzburg von der Polizei tödlich "gestoppt". Politiker twittern. Bedauern, dass es tödlich für den Täter geendet hat.
Täter-Opfer-Umkehr?

Wer hat Bedauern getwittert? Paßt schon, dass der umgenietet wurde.
Blöd is halt, dass man Tote so schlecht befragen kann.
Warum ein SEK so zufällig in der Nähe von Heidingsfeld rumlungert hat auch noch keiner schlüssig beantwortet.
Was soll mit dem Tod des Angreifers vertuscht werden?
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Zitat von PhilAlles anzeigen
Jo, ist auch bei mir uneingeschraenkt ein Super Reifen. Klar, nach 4000km Friaul haelt der bei dir noch, denn dort gibts eben Kurven. Ich kenne das, als ich noch selbst "in den Bergen" gewohnt habe. Da haben die Reifen laenger gehalten. Jetzt wo ich "vor den Bergen" wohne und eigentlich auch nur Kleinstrassen/Wirtschaftswege fahre, ist das Kurvenprofil komplett anders. Es sind zahllose Ecken, aber eben keine Kurven in dem Sinne. Man bremst und beschleunigt unablaessig, faehrt relativ technisch, aber man faehrt trotzdem kaum die Randbereiche der Reifen ab weil man immer nur sehr kurz in Schraeglage ist. Das erklaert in meinem Fall den hohen Reifenverschleiss bei Kleinstrassenbetrieb und eigentlich nicht sehr hohem Spritverbrauch. Anders kann ich es mir nicht erklaeren.
Bin neiderfuellt
Ich habe den Pirelli Scorpion Trail II jetzt 550 km auf der F700GS und bin auch begeistert. Keinen Rutscher aber man spürt sanft, wenn der Grenzbereich kommt. Er ist auch viel leiser als der Michelin Anakee 3 mit seinem Querprofil.
Nach meiner ganzen Probefahrerei der letzte 12 Monate mit Bikes mit den unterschiedlichsten Reifen reift bei mir ich sowieso langsam die Erkenntnis, dass es keine wirklich schlechten Reifen zu kaufen gibt.
Einzig mit dem Bridgestone Battlax BT023 bin ich zweimal (NC700S und CTX) nicht warm geworden. Das Vorderradgerutsche und Hinterradversetzen ohne für mich erkennbaren Grund nimmt mir jegliches Vertrauen und jeglichen Kurvenspaß. Andererseits gibt es genügend Fahrer, die prima auch mit diesem Reifen zurechtkommen. -
Zitat von NC-750-XAlles anzeigen
Wie so oft liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Daß anders als meist die Militärdiktaturen in der Türkei durchweg zum Wohle des Volkes handelten und die eigene Regierungsmacht freiwillig zurückgaben stimmt natürlich. Aber das macht sie dennoch nicht zu demokratisch legitimierte Regierungen. Umgekehrt ist Erdogan ja tatsächlich von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt. Die Türkei ist nicht das erste und auch nicht das letzte Land, das sich demokratisch nicht unbedingt für einen Diktator, aber doch wenigstens für einen Despoten entscheidet.
Völlig richtig!
Sogar die Amerikaner hatten kürzlich einen gewählten Präsidenten (und wählen vielleicht wieder einen), der sich wenig um die Rechtslage geschert hat.Macht korrumpiert.
Man kann Menschen nicht trauen, sobald sie an der Macht sind. Daher ist ständige Kontrolle nötig. Daher auch die Kontrolle von Gesetzen durch Verfassungsgerichte und Instrumente wie das Mißtrauensvotum, mit dem man einen demokratisch gewählten Führer abwählen kann (Skandal!!!). Außer natürlich in der Türkei (oder Polen, bald Österreich?).Man muß mal die Kirche im Dorf lassen und darf den ursprünglich demokratischen Weg der Machterlangung nicht als
dauerhaftes Feigenblatt für alle danach ausgeführten Rechtsbrüche mißbrauchen ("Demokratie" als Fetisch).Mir ist es ehrlich gesagt wirklich schnurzegal ob jemand demokratisch oder undemokratisch an die Macht gekommen ist, so lange er oder sie die Grundrechte der Bürger achtet und verteidigt.
Gorbatschow zum Beispiel war sicher kein demokratisch gewählte Führer nach unserem Verständnis, er war aber sicher auch kein egomanischer Despot nach aktuellem Strickmuster.Wir hätten in Deutschland auch keine stabile Demokratie, wenn nicht über Jahrzehnte von außen (undemokratisch) darüber gewacht worden wäre, ob wir sie noch alle beeinander haben.
Demokratie ist nur als Prinzip uneingeschränkt gut, das heißt aber nicht, dass alles gut ist, nur weil ein paar Leutchen über irgendwas abgestimmt haben. Demokratie braucht engste Kontrolle und ggf. Korrektur.
Ein Kanzler, der für 25 Jahre gewählt wird, wird automatisch zum Diktator - er kann machen was er will, ein Kanzler der für 2 Monate gewählt wird (vielleicht noch per Volksabstimmung
), ist zahnlos und Politik endet im Dauerwahlkampfchaos, spaltet ständig die Bevölkerung (siehe Brexit) und Entscheidungen werden alle paar Monate wieder geändert je nachdem, wer gerade Chef ist.4 bis 5 Jahre sind ein bewährter Kompromiß, um gewählten Führern die Möglichkeit zu geben, sich weitsichtig eben nicht nach der Tagesmeinung der Straße zu richten, gleichzeitig aber doch ein Ohr an der Meinung des Volkes haben zu müssen.
Demokratie ist ein Kompromiß. Der beste den wir haben.
Aber sie ist keine Garantie für Freiheit. Da müssen wir schon selber drauf aufpassen und sollten uns nicht von dem von den Antidemokraten wie ein Schutzmäntelchen getragenen Begriff Demokratie oder Volksdemokratie irritieren lassen.
Freiheit muß notfalls mit undemokratischen Mitteln verteidigt werden. -
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Zitat von ExdeauvillerAlles anzeigen
Angst macht mir das keine. Aber nachdenken sollte man schon ein wenig. Z. B. darüber, ob die Regierung der Türkei schon reif für EU ist.
ich glaube, die Frage hat sich seit ner Weile von selbst erledigt.Zitat von NC-750-XAlles anzeigenSarkastisch kann man sagen, daß die Putschisten auf der ganzen Linie Erfolg hatten: Sie wollten die schwache Demokratie im Lande durch eine diktatorische Regierung ersetzen. Nun, das haben sie geschafft.
Ich sehe das anders:
Das türkische Militär sieht sich in der Tradition Atatürks als Hüter der Trennung von Staat und Religion, mithin als Hüter gewisser Grundrechte der Staatsbürger, die durch kein religöses Gesetz außer Kraft gesetzt werden dürfen. Bei Gefahr im Verzug tritt das Militär als Korrektiv auf den Plan. Das Militär hat bisher nach jedem Putsch die Macht nach kurzer Zeit zurückgegeben und einen Neuanfang ohne die vorherigen Fehlentwicklungen ermöglicht.
Meiner Meinung nach war dieser Putsch die letzte Chance für die Türken, wenn schon nicht auf Erhalt der Demokratie aber zumindest auf eine laizistische Grundordnung. Und die ist jetzt dahin.
Wohl endgültig, wenn die "Säuberungen" beim Militär durch sind.
Und die Leute stehen auf der Straße und bejubeln das endgültige Begräbnis ihrer Freiheit.
Merkel und Co. müssen natürlich die demokratisch gewählte Regierung pro forma gut finden.
Mit scheint, der Begriff Demokratie wird hier aber zum inhaltsleeren Fetisch.
Gerade wir Deutschen wissen doch, wozu gewählte Führer imstande sind.
Die türkische Regierung sollte ausschließlich an ihren Taten gemessen werden.P.S.
Komisch ist es schon, dass die Namen der 3000 Richter so mir nichts dir nichts aus dem Ärmel gezogen werden konnten. Oder?
