Selbstverständlich wird und kann Deutschland die Welt nicht alleine retten.
Aber warum die Panik?
Frau Merkel hat verstanden, daß jetzt nicht die Zeit ist für Korinthenkackerei sondern für große Gesten.
Wir werden uns noch mit Dank daran erinnern.
Ob die Flüchtlinge in den nächsten Monaten vom überlasteten Griechenland und Italien zu uns oder von uns zu den anderen umverteilt werden, ist am Ende doch völlig egal. Bis dahin gebietet ein Minimum an Anstand, Gäste freundlich und zuvorkommend zu behandeln, solange sie da sind. Zum Glück - und hier bin ich ganz bei Onkelferdl - sieht das die Mehrheit der Bevölkerung genauso.
Alle Flüchtlinge müssen doch einen Asylantrag stellen. Wer nicht hierbleiben darf, muß wieder gehen. Die Regeln haben sich meines Wissens nicht geändert.
Das deutsche Asylrecht sieht keine Obergrenze vor, auch ohne Krieg könnten sich Millionen auf den Weg zu uns machen und einen Antrag stellen. Bei den aktuellen Anzahlen dauert die Bearbeitung bis zur Zulassung oder Ablehnung eben ein Weilchen.
Nachdem ja inzwischen alle Gemeinden ihren Beitrag leisten müssen, stellt sich heraus, dass gerade in den kleinen Dörfern die Aufnahme meist viel besser klappt als in den größeren, anonymeren Orten. Im Wohnort meines Bruders (500 Ew.) sind ein paar Syrer seit dieser Saison Stars der Fußballmannschaft und einer schickt sich an, Torschützenkönig der Liga zu werden. Die Leute haben sich schnell daran gewöhnt, dass sie nach Tolga und Serdar in den vergangenen Jahrzehnten jetzt eben Mahmoud und Tariq anfeuern.
P.S.
Zu Henryk M. Broder: jüdische Herkunft schützt leider nicht davor, ein Ober-Chauvi zu sein.