Beiträge von Sigi64

    Demut scheint mir das Wesentliche auf dem Weg zum inneren und äußeren Frieden. Die Frage nach Gott oder dem Sinn stellt sich dem Demütigen nicht.


    Leider nicht en Vogue.

    Genau! Mir gehen die Ochlokratien westlicher Prägung gehörig auf den Senkel. Wobei wir hier in Europa im Vergleich zu der Kasperlrepublik U.S.A. noch ganz gut bedient sind.


    Da bist Du nicht alleine. Ich hatte ja in einem anderen Thread schon mal angedeutet, dass ich eher noch weiter gehen würde und das Wahlrecht nicht nur an's Alter sondrrn an ein Mindestmaß an historischer und allgemeiner Bildung koppeln würde - aber das ist eine ganz andere Diskussion.


    Du bist doch selbst Sin-Sucher! Hast Du die Hoffnung oder glaubst Du, dass es den Allwissenden tatsächlich gibt?


    (Gut so? :mrgreen: )

    Ihr seid echt lustig! Is doch nur ein Mopped wie viele andere. Macht auf alle Fälle Spass, Eure Vorfreude (und Ehrfurcht) mitzuspüren. Die AT sieht echt Klasse aus, steht bei mir aber weiterhin nicht auf der Shopping Liste. Vielleicht hab ich auch genug davon, alle paar Wochen mit einer neuen Wehe belästigt zu werden und will mich erst wieder nach der Geburt mit ihr beschäftigen.
    Auf alle Fälle gut für Euch - einer weniger, der sich um die paar deutschen ATs prügeln wird.
    :lol:

    O.K. ich denke, Du hast auch eine ernsthafte Antwort verdient.


    Nein, ich glaube das nicht. Ich weiß natürlich nicht, ob das stimmt.
    Und das ist der springende Punkt. Ich weiß es nicht. Gar nichts. Kann gar nichts wissen.


    Für viele ist das sehr unbefriedigend und sie machen sich auf die Suche nach dem Sinn, nach Gott etc. und klammern sich an Erklärungssysteme (Religionen).


    Für mich ist es ausreichend erkannt zu haben, dass ich letzte Antworten nicht erkennen kann und dass Unsicherheit dauerhaft der sicherste Zustand ist, den ich erreichen kann.


    Ich suche also nicht. Das ist sehr befreiend, da ich dadurch nicht zum passiven Opfer werden kann, das auf Gottes Fügung oder Zeichen wartet. Ich muß mein Leben selbst in die Hand nehmen, was auch wieder sehr befriedigend ist, da mein Heute das Ergebnis meiner eigenen Entscheidungen ist. Ob das Ergebnis gut oder schlecht ausfällt, ist egal. Ist wie beim Moppedfahren. Ich sitze am Lenker, sonst niemand. Und wenn ich aus der Kurve fliege, war ich es, der die Situation falsch eingeschätzt hat, keine höhere Instanz, deren unergründlicher Wille das war.


    Ich kenne nur dieses eine Leben. In vieler Hinsicht wurde über mich verfügt: ich wurde ungefragt geboren, bin männlich, blond, etc.
    All diese Dinge nehme ich so hin wie sie sind. Genauso wie die Erkenntnis, dass es keine Gotteserkenntnis geben kann. Is für mich einfach so. Ich kann nichts falsch, nur alles richtig machen. Vor allem: Es gibt keinen Grund für Angst.


    Die Existentialisten nannten sowas "Verharren im Absurden", Buddisten nennen es leer sein / keine Wünsche haben (Funktioniert bei mir besonders gut auf dem Bock).


    Vielleicht bin ich so den Menschen, die Gott gefunden haben und seine Gegenwart spüren (daher auch nicht suchen) tatsächlich ja näher als ich denke oder mir lieb ist.


    Aber auch in dieser Frage werde ich mein Nichtwissen weiterhin in entspannter Heiterkeit aushalten.


    P.S.
    Das Wetter ist einfach zu schlecht. Obwohl ich heute wider Erwarten zwischen 16:00 und 18:00 Uhr 90 km abbekommen habe (bei + 2 Grad), texte ich den ganzen Tag als Kompensation das Forum zu. Das kann in den kommenden Monaten ja noch heiter werden.