Als ich noch zur Schule ging, habe ich gesehen, wie ein Radfahrer von einem Rechtsabbieger erwischt wurde. Klar war der Autofahrer schuld, aber der Radfahrer ist die letzten fünfzig Meter vor der Kreuzung konstant parallel zum Auto in dessen toten Winkel gefahren. Schulterblick ist wohl nicht oder nur schlampig erfolgt.
Das hat wohl Eindruck gemacht und ich versuche heute auf dem Motorrad im mehrspurigen (Stadt-)Verkehr weniger als ein paar Sekunden im toten Winkel der Nachbarn zu fahren. Zumindest ab einer gewissen Geschwindigkeit.
Einmal bin ich dennoch abgedrängt worden, als ich das nicht beachtet hatte. War müde oder in Gedanken oder so.
Das gehört wohl zum größeren Kapitel "für die andern mitgucken".