Dazu folgende selbst gemachte Erfahrung:
Vor etwa drei Jahren hatte ich genau ein steifes Kettenglied an meiner DID VX2, Laufleistung etwa 12-15 tsd km. Die Kette war mindestens 5 Sommer lang montiert- in dieser Periode stand die X mehr, als dass sie gefahren ist. Das Glied habe ich wirklich punktuell mit sinnvollen Mitteln behandelt: Getriebeöl, Balistol, WD40.
Es half alles nichts.
Also habe ich die Kette ausgebaut . Die errechnete Längung der Kette war nach Messung 1,37 Prozent. Eigentlich noch vollends in der Toleranz. Ich habe versucht, das Kettenglied, das nicht ganz fest war, mit einer Schraubzwinge gangbar zu machen. Keine Chance. Dann habe ich die Kette in zwei Liter Diesel eingelegt, 30 Stunden.
Danach waren weitere 4 Glieder fest, auch mit einer Zwinge nicht mehr bewegbar.
Fazit:
- Es kann kein Rost in den Führungsbuchsen der Ketten sein, der blockiert
- Es muss alleinig an den O- Ringen liegen, die durch Aufquellen blockieren.
- Motorradketten mit O oder X- ringen, die oft in der Sonne stehen, wie meine, altern schneller
Meine unbelegten Thesen:
- Ozon / UV Licht, bewirkt ein langzeitiges Aufquellen / Beschädigen
- Chemikalien an vor- geschädigten Dichtringen wirken extrem verstärkend
- Eine neue Kette ist erst einmal widerstandsfähig, nach einer gewissen Zeit ( Garantiezeit) beginnt das Aufquellen der Ringe.
Kann einer mit seinen Erfahrungen anknüpfen?
Gruß Guido