Eines meiner Fahrraeder hat Zahnriemenantrieb. Ich meine, einen deutlich groesseren Tretwiderstand zu spueren als bei den Kettenantrieben. Der Riemen laeuft aufgrund seiner Zaehigkeit sicher nicht so geschmeidig und widerstandsarm durch wie eine gut gepflegte Stahlkette. Es waere also u.U. denkbar, dass beim Motorrad der Spritverbrauch etwas hochgeht.
Einen echten Nachteil sehe ich im Winterbetrieb, so dies ueberhaupt eine Option ist: ein Riemenantrieb ist nicht wintertauglich in dem Moment, wo es zu Schneeklumpen- und Eisbildung kommt. Waehrend eine Kette problemlos daran festfrierende Klumpen ueber die Zaehne des Ritzels "durchdreht" (so lang man nicht mit einer Kettenschaltung und eingefrorenen Ritzeln zu schalten versucht), blockiert ein Riemen schlagartig, wenn er einen gefrierenden Klumpen einzieht. Er schafft es nicht, den Klumpen zu zermantschen, andererseits dehnt er sich aber nicht aus (sonst wuerde er ohnehin durchrutschen). Beim Motorrad wuerde die Motorleistung vermutlich locker ausreichen, um den Klumpen plattzumachen, aber ob dabei dann nicht der Riemen oder Antrieb leidet? Beim Fahrrad ist das eine tatsaechliche schlagartige (keineswegs weiche) Blockade, die man nicht "wegtreten" kann. Haette ich so eigentlich nicht erwartet, ist aber so.
Inwieweit diese regelmaessigen Fahrrad-Erfahrungen auf einen Motorradantrieb uebertragbar sind, kann ich nicht beurteilen. Ueberlegen muss man es sich aber.