Beiträge von Phil


    Dirk, das wollte ich auch nicht unterstellen. Wollte nur meine obige Entrüstung erklären.
    Ich schweife nochmal ein wenig aus, um ein wenig zu entkräften, dass solche Touren irgendwie krass wären oder was. Wir bzw. ich bin kein Ausnahmefahrer. Im Gegenteil, bei Fahrten mit anderen (so ungern ich auch in Gruppen fahre) ergibt sich i.d.R. der Eindruck, dass man problemlos ebenbürtig zusammen fahren kann. Bei der weiter oben bebilderten Friaultour mit den beiden XTs beispielsweise war alles sehr harmonisch und niemand war zu schnell oder zu langsam. Das sind genau wie ich normale Motorradfahrer. Ein motorsportlicher Background ist m.E. nicht nötig.


    Was aber wie gesagt definitiv notwendig ist, ist Routine mit dem Gerät auch auf schwierigeren Strecken und eine lange Ausdauer, körperlich und mental. Da kommt man nicht drum rum. Mein AT Kumpel mit den langen Runden ist deutlich fitter als ich, wir sind beide ambitionierte Radfahrer und versuchen uns so gut es geht fitzuhalten. Mir fehlt dazu seit 2 Jahren leider aufgrund der Wohn-/Arbeitssituation die Zeit, deshalb habe ich deutlich abgebaut. Das muss sich wieder ändern.


    Die schwierigste Fahrsituation für mich sind deutsche Autobahnen. Im Gegensatz zu solchen Fahrten wie oben, welche ich voll geniesse, ist der Hühnerstall auf unseren Autobahnen unberechenbar, brutal,rücksichtslos und gefährlich. Ich probiere es nicht oft, aber wenn die AB nicht leer ist, ist es für mich ein K(r)ampf. Es wird hier womöglich viele geben, die damit kein Problem haben, nehme ich an. Für mich ist das ein Horror, und ich bezweifle, dass ich damit irgendwann klarkommen würde.


    Generell definiere ich die NC für mich als eine Art praktisches tourentaugliches Funbike, statt als utilitaristischen schweren Altherren-Commuter, und ich werde solche Touren definitiv auch mit der NC fahren. Hoffe, es ergibt sich so bald wie möglich.
    Bebra wird schwierig, aus beruflichen Gründen. Leider hat sich die Situation kurzfristig völlig verändert. Ich muß das relativ kurzfristig abchecken, ob ich die Tour unterbringe.
    Greets, Phil


    Dirk, vergiss den Autoschnitt. Das ist nicht vergleichbar.
    Persönliche Skepsis ist natürlich ok. Als unglaubwürdig möchte ich mich nicht hingestellt fühlen. Daher meine obige Entrüstung. Ich erzähle hier keinen Blödsinn.


    Ich gebe keine genauen Strecken- und Geschwindigkeitsdaten her (habe ich im Moment auch nicht zur Hand, aber mein Kumpel hat da i.d.R. alle Details und Aufzeichnungen zu den Touren), aber es sei darauf hingewiesen, daß im Video phasenweise Kurve an Kurve geschnitten ist. Das sieht man ja auch. Wer die schönen Strecken im Friaul kennt, der weiß, dass es dort im Gegensatz zum Kehre-Kehre Syndrom in den Dolomiten ganz anders zu fahren ist.
    Das sind vielfach Strecken mit Flow. Einerseits manchmal sehr eng, kurvig, gewunden, auch mal kehrendurchsetzt, manchmal zerlöchert und mit etwas Schotter, aber eben doch superschön und erstaunlich fliessend befahrbar. Das ist die Spezialität dort.


    Dieses Video hier zeigt noch einiges, was da von uns typischerweise befahren wird:

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    , angefangen beim Cason di Lanza,
    Eine der schnellen und wunderschönen Strecken dort beispielsweise ist diese
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    bis etwa 6m30s (der erste Teile wird dort offensichtlich als Rennstrecke benutzt, siehe Startbogen, Leitplanken, Spuren und Markierungen), im Video mit Koffern und Tourgepäck befahren. I.d.R. sind die Strassen aber viel kleiner, manchmal kaum einspurig. Was wiederum nicht heisst, dass einem dort nicht etwa ein sechsachsiger Betonmischer entgegenkommen könnte, wie es meinem AT Kumpel schon passiert ist. Dann rangierst du. Links Wand, rechts Abgrund.


    Also nochmal: diese Touren gehen, mein Kumpel hat das auch schon mit 800km gemacht. Die 750km sind ein Standardwert, der sich aus unserem Wohnort ergab. Auf diese Distanz kam man zwangslaeufig bei solchen Runden, wenn man eine Friaulrunde fahren wollte. Wie man das schafft, hatte ich weiter oben schon beschrieben. Selbstverständlich braucht man eine gewisse Ausdauer, Fitness und mentales Durchhaltevermögen und selbstverständlich fällt man gegen Ende zunehmend zusammen, wird dann auch langsamer, um die Fahrsicherheit weiterhin gewährleisten zu können und ist zum Schluss ziemlich platt.
    Ob es eine Voraussetzung ist, daß man mit solchen Strecken geübt ist, kann ich selber nicht sagen, da ich selbst damit gut umgehen kann, mein Kumpel sowieso. Da spielt sicher auch eine gewisse Supermoto-Vergangenheit mit ganztaegigen Indoortrainings auf rutschigen Hallenkursen usw. eine Rolle, und was weiss ich. Aber wie gesagt, da maße ich mir kein Urteil an.


    Für den typischen Autobahn- und Schnellstraßenfahrer ist das aber definitiv nichts. So jemand würde sehr schnell verzweifeln. Mit einem 50er Schnitt oder einer typischen 4-Rad-Automobil-Fahrweise braucht man nicht anzufangen, wenn man sowas fahren will.
    LG, Phil

    Um den Kreis zu schliessen: eine kleine KTM Duke ist -genau wie auch die WR250R Supermoto- für dortige Strassen ideal, meiner Meinung nach. Man braucht nicht so viel Leistung, aber ein gutes Handling und ein Fahrzeug, das es einem nicht unnoetig schwer macht.
    Auf den schnellen Verbindungsetappen wie eben Obertauern rueber hat man mit einem solch kleinen Motorrad natuerlich das Nachsehen. Der Kilometeranteil solcher Stuecke kann gluecklicherweise klein gehalten werden. Es ist eigentlich ein Paradies. Bereits bei der österreichischen Anreise kann man -je nach Grobrouting- teilweise Kleinststrassen nutzen. Fährt man hingegen auf den üblichen größeren Routen, dann steckt man in Ö meistens im niemals endenden Kolonnenverkehr fest. Das machts dann also eher nicht schneller.


    Bedauerlich, dass du offenbar die dortige Region nicht gut kennst, wie man aus deinen Kommentaren entnehmen könnte.
    Der gefahrene Schnitt matcht perfekt mit der gefahrenen Zeit. Den 50er Schnitt hast du frei erfunden, das hat nichts mit unseren Touren zu tun. Und klar gibts nach Italien zwangslaeufig auch schnellere Verbindungsetappen (Bsp. Obertauernstrecke), aber diese Abschnitte haben wir immer minimiert, so wenig wie moeglich also.


    Ich muß und will allerdings niemandem was beweisen. Dass du dir solche Touren nicht vorstellen kannst, dass dir bei dem anderen NC Video schwindlig wird, uswusf. das ist für dich sicher ok, aber verallgemeinerbar ist es nicht. Ich kann mir auch so einiges nicht vorstellen, was andere mit Motorrädern anstellen, trotzdem mache ich es nicht madig.
    Greets, Phil


    Tja was soll ich jetzt machen? :)
    Fuer eine ausgiebige Diskussion bitte klemme das in einen anderen Thread. Das kann ich natuerlich nicht.
    Ganz kurze Antwort: das ist nicht hektisch. Das ist normaler Flow. Die Kamera ist realistisch, da keine verzerrende Optik. Man ermuedet erfahrungsgemaess ab ca halber Strecke kontinuierlich (bei mir in diesem Fall ab Passo Mt.Rest) und muss deshalb Vorsorge ergreifen: immer kontinuierlich genug Wasser trinken, Ohrenstoepsel, keine lauten Auspueffe, nur 100% verlaessliche Mitfahrer, keine Bummler, Noergler, Rauchpausler, whatever, Fahrt nur bei wenig Verkehr und auf bestimmten relativ einsamen Strassen moeglich, unbedingt werktags. Dann geht das gut. Das (jederzeit sichere!) Tempo wird gegen Ende der Tour notgedrungen absinken, je nach Trainingszustand der Fahrer. Die engsten Streckenabschnitte sind im Video gar nicht drin. Die Tour hier zeigt auf einigen der Fotos noch typische Streckenabschnitte. Klar, dass man nach so einem Tourtag dann platt ist, aber schoener kann man m.E. nicht onroad Motorradfahren.
    Greets, Phil


    Kommt etwa hin.
    Das hier war z.B. eine 750km Tagestour:
    Pt.I:

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    Pt.II:
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    Natuerlich nur in sehr kleinen Ausschnitten gezeigt.
    Start sehr frueh. Ankunft relativ spaet. Durchziehen mit ein paar wenigen Pausen.


    Danke, Wossi! Das Forum beschraenkt leider die Bildgroesse. Hier mit 1800px Breite.
    Ich bin dann noch schoen ins Sauwetter gekommen...


    Ich finde die kleine Duke extrem reizvoll: das ist eine minimalisierte Fahrmaschine mit keinem Teil zu viel dran und keinem Gramm zu viel. Superzierlich, ohne dabei ein Kindermotorrad zu sein. Ein aufs absolut wesentliche reduziertes Motorrad, das ausschliesslich aktuelle Technik ohne Retrokram bietet. Das ist genau mein Ding, und wir werden noch unsere Italienrunden fahren, wenn mein Kollege fahrerisch so weit ist, dass er die dazu noetigen Tagesetappen von ca 700km ueber meist enge und gewundene Strassen sicher schafft.


    Ich habe meine WR250R Supermoto fuer die Friauleinsaetze. Kaum schwerer als die kleine Duke, extrem universell einsatzbar, sparsam im Spritverbrauch. Bin also eigentlich versorgt. Nur dass die WR bereits ihre 33.000km drauf hat (dies problemfrei) und ich ja eigentlich die Honda fuer die Kilometer habe. Aber der Unterschied ist gewaltig, ob man ein 230kg Motorrad oder ein 130kg Motorrad auf kleinen oesterreichischen oder italienischen Strassen bewegt. Fahrerisch ist das eine andere Klasse. Nun, man kann nicht alles haben. Die Honda ist cool und mit viel Genuss fahrbar, auch gern mit Verve, nur wird man damit sicher niemals so ueber einsame loecherige schotterueberzogene Ministrassen braten, wie mit einer 130kg Supermoto.
    Greets, Phil

    Mich stoert das Gewicht der NC hauptsaechlich beim Beschleunigen und beim Befahren enger flinker Stuecke.
    Eine Duke kann ich mir dzt. zwar nicht leisten, aber passen wuerde das Fahrgestell :)
    Das ist ein richtig geniales Moped mit hohem Spielanreiz, toller Ergonomie und maximalem Friaulfaktor.