Da haben wir wieder was, was die ansonsten lethargische gesamtdeutsche Volksseele zum Kochen bringt. Oh Gott, meine Homovilla auf Mykonos ist in Gefahr - die bösen Griechen wollen ans deutsche Eigentum.
In der Tat ist jedoch nur die Rede von deutschem Staatseigentum.
Klappern gehört eben zum Handwerk und die griechische Regierung hat sich bei den Wahlen eben zu weit aus dem Fenster gelehnt. Jetzt wird gegenüber dem Wählervolk nichts anderes gemacht, als kräftig im Schaumbad rumquirlen, um durch überschäumende Action dem einfachen griechischen Wähler selbigen Schaum ums Maul zu schmieren. Damit glauben die doch tatsächlich, dass sie die Richtigen an die ebensolche Stelle gewählt haben.
Für blöd halte ich die griechische Regierung jedoch nicht: Griechenland lebt im Wesentlichen vom Tourismus und ist deshalb auf das Kommen der reisefreudigen Deutschen Klientel mehr als nur angewiesen. Da das aber nicht gerade Billigurlaube sind hoffen die wohl, dass die betroffene Schicht durchaus abwägen kann, was hier für nach innen gerichtete Spielchen gespielt werden. Und die meisten der Aufgebrachten Deutschen leisten sich eh kein 4-Sterne-Hotel auf Kreta.
Also ruhig Blut - die Griechen werden bluten - versprochen. ![]()