Zitat von Pilzpfanne
Ja, es war auch mehr zynisch gemeint.
Der Typ macht das ja nun bei jeder noch so kleinen Kurve. 
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Maddin ich dachte Du wusstest das wirklich nicht.
Aber der Typ fährt nunmal eine offene RMX 450er. Die wiegt gerade mal 120 kg und hat über 50 PS.
Zudem fährt er mit Stollenreifen und da würde ich auch freiwillig bei jeder Kurve das Bein rausstellen, um keinen Abgang zu machen.
Aber ansonsten hast Du das ganz richtig beschrieben.
Zitat von Pilzpfanne
Fuß raus macht ja bei Schrälage Sinn um das Gewicht mehr aufs Vorderrad zu bringen und damit die Fußraste anklappen kann.
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Genau... das ist nunmal die Fahrphysik bei Supermotard.
Eine Supermoto lässt sich bauart- und leistungsbedingt nunmal nicht anders bewegen, um schnell um´s Eck zu kommen.
Meine letzte Probefahrt hatte ich mit einer 650er Berg mit ca. 75 PS bei 112 kg. Die wollte ich mir eigentlich kaufen, aber leider ist meine Dose dazwischen gekommen.
Aber alleine mit diesen Daten hast Du fast in jedem Gang Schwierigkeiten das Vorderrad auf dem Boden zu halten.
"Echte Supermotos" sind immer noch Einzylinder und bauartbedingt von der Radlastverteilung und durch die granatenmäßge Leistung vorne ziemlich leicht.
Auf Grund dessen verlagert man seinen Schwerpunkt durch noch stärkeres Anwinkeln der Arme, was alleine der Lenker schon bewirkt und natürlich in dem man den Fuß nach vorne rausstellt.
Einfach deshalb, um dem Schwerpunkt nach vorne zu verlagern und dem Vorderrad mehr Haftung zu verleihen und die Maschine in Kurven auf dem Boden zu halten und natürlich wie Du erwähnt hast "damit die Fußraste anklappen kann".
Gute 45 - 50 Prozent Schräglage sind damit möglich... mehr nicht. Was dann kommt und noch mehr Schräglage annimmt, geht beim SM fahren in´s eigentliche Driften über.
Die besten Voraussetzungen hat man genau durch diese Fahrweise, nämlich den Fuß nach vorne herauszustellen, das Vorderrad auf dem Boden zu halten und hinten durch die Entlastung in den Driftzustand zu gehen. Du kannst die Maschine dadurch ziemlich auf den Boden legen, so dass die Raste ganz einklappt.
Wenn das jemand beherscht hat der im kurvigen Terrain z.B. gegenüber einem Supersportler entscheidende Vorteile und zieht dem locker mit einem Augenzwinkern und Handabklatschen davon.
Viele wissen das nicht und denken auch, dass das mit dem Fuss ein prollmäßiges Verhalten ist.
Ich selbst wusste das früher auch nicht und habe mir vor Jahren auf der Kartbahn in Memmingen trotz guter Ausrüstung das Handgelenk gebrochen, weil ich eben diese Art von Schwerpunktverteilung noch nicht kannte. Obwohl ich ganz gut gefahren bin, ist mir das Vorderrad durch zu wenig Haftung weggerutscht und ich hatte einen schönen Rutscher ins Grüne und musste über ein Jahr mit biken aussetzen. Das war dummerweise auch noch die Gashand. Die linke wäre nicht so schlimm gewesen. (Heute gibt´s ja zum Glück DCT)
Ganz Witzig und total bescheuert finde ich immer die Tests von Magazinen, welche dann im Hanging Off eine Supermoto bewegen. Diese Leute wissen vermutlich auch nicht für was man das Bein rausstellt.
Allerdings bei einer Kati 990 SM, einer Husky 900er Nuda oder z.B. einer 1100er HYM sieht das wieder ganz anders aus. Hier ist ein rausstellen des Fusses nicht unbedingt notwendig (drücken reicht), da die vorne doch um einiges schwerer sind und eigentlich auch keine richtigen Supermotos mehr sind.
Viele Grüße
Harry