Beiträge von ThomasLIP

    Hallo,


    ich habe ein bis drei Vermutungen, "aber eben nur Vermutungen" woran es liegen könnte.


    Die Kupplunssteuerung wird ja von 3 Öldrucksensoren überwacht. Solange auch nur einer der Druckwerte

    an diesen nicht den Vorgaben entspricht gibt die Motorsteuerung weder einen Kuppel noch einen Schaltvorgang

    frei.

    Es handelt sich bei der Motorsteuerung wie heutzutage üblich ja um eine Logiksteuerung die das

    Kupplungs,- Schaltsystem auf Plausibilität überprüft, also die Werte von z.B. den Öldrucksensoren überwacht.

    Ein Vorgang wird nur freigegeben wenn dieser Wert plausibel und innerhalb des vorgegebenen Wertebereichs

    ist.


    1. Vermutung:

    Damit Öl an die jeweilige Kupplung gelangt wird der Ölstrom durch Ventilbohrungen im Linearmagnetventilblock,

    die von den beiden linearen Tauchmagneten geöffnet und geschlossen werden, gesteuert.

    Ich könnte mir vorstellen das, wenn es kälter ist und das Motorrad länger gestanden hat, diese Linearmagneten

    etwas schwergängiger sind. Das könnte an fehlendem oder abgelaufenem Öl zwischen Kolben und Zylinder der

    runden Linearmagneten liegen oder aber das vorhandene Öl im Spalt ist durch die Standzeit zäher geworden.

    Arbeiten die Linearmagneten aus obigem Grund nicht richtig oder zu langsam liegt nicht der erwartete Öldruck

    am entsprechenden Ölsensor an und das Motorsteuergerät gibt den Vorgang nicht frei.


    2. Vermutung:

    Durch längere Standzeit ist Öl abgelaufen und das System muß sich quasi erst entlüften bevor die vom Motorsteuer-

    gerät geforderten Öldrücke anliegen und von diesem ein Vorgang freigegeben wird.


    3. Vermutung:

    Wenn die NC schon älter ist, schon etliche zigtausend Kilometer auf dem Buckel hat und eventuell bei Wind und

    Wetter gefahren wird kann gerade bei diesen durch Oxidation am Läufer des Schaltmotors ein Übergangswiderstand

    entstehen sodas dieser Anfangs nicht seine volle Leistung bringt. Auch durch schwergängige Schaltmotorlager bzw.

    durch eine schwergängige Schaltmechanik und deren Lager kann dies durchaus geschehen. Es gab hier schon Fotos

    von vergammelten Schaltmotoren samt Mechanik die zum Ausfall geführt haben.


    Wie gesagt, es kann mehrere Gründe geben, aber welcher sich wie auswirkt und wie lange dieser auftritt hängt

    wohl von mehreren Faktoren ab.


    Eventuell werden sich diese "Phänomene" ja in den nächsten Jahren häufen und es wird ein Muster erkennbar.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Hallo,

    wer sich das original Werkstatthandbuch sparen möchte dem ist eventuell schon einmal mitdem WHB

    der NC700 geholfen.

    Wir hatten das Thema letztes Jahr schon einmal. "Miketronic" hatte uns den Link zum leider in englisch

    verfassten Handbuch gegeben: https://www.carlsalter.com/download-de.asp?p=1925


    Wer es damals übersetzen wollte für den hatte ich eine Anleitung zur Verfügung gestellt die ich hier noch

    einmal einfüge.

    Ich bin mit der Übersetzung klargekommen. Da vieles an der NC700 auch für die 750er gilt, vorallem

    alle Drehmomente bei den nicht bauartbedingt veränderten Bauteilen gelten nach wie vor. Wer also

    halbwegs fit mit dem PC ist für den sollte die Übersetzung gemäß meiner Anleitung kein Problem sein.

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    Hier nochmals die Anleitung vom 06.03.2023:


    Hallo an Miketronic und alle anderen die das zum Download bereitstehende Servicemanual-Werkstatthandbuch für die

    NC700 in englisch interessiert.


    Es handelt sich hierbei um ein umfassendes Handbuch mit 773 Seiten!! Es gibt jede Menge Tabellen, Explosions-
    zeichnungen, Detailfotos, Schaltpläne etc. Am besten ihr schaut es euch selbst an!


    Ich habe es mit Hilfe des Google-Translaters übersetzen lassen und war mehr als erstaunt wie gut die Übersetzung ist!!

    Da der Google-Translater allerdings nur eine pdf-Datei mit maximal 10Kb bzw. maximal 300 Seiten übersetzen kann

    müßt ihr folgendermaßen vorgehen:


    1. Datei downloaden

    2. Jetzt müßt ihr die Datei in 3 ungefähr gleichgroße Teile aufteilen. Das könnt ihr offline mit einem entsprechenden Programm

    erledigen. Wenn ihr ein solches nicht habt geht auf http://www.pdf2go.com hier könnt ihr die Datei aufteilen. Ihr geht auf der

    Seite links auf "split pdf" dann öffnet sich ein Fenster zum Upload der Datei, klickt auf "choose File". Die Datei wird geladen,

    was einen Moment dauert! Wenn alle Seiten geladen sind seht ihr von jeder Seite eine Miniaturansicht. Dann oben rechts auf

    "save as" klicken. Hier unter "Optional Settings" auf "Split PDF in equal parts" klicken und "3 parts" auswählen. Habt ihr das

    getan oben über "Optional Settings" auf "SAVE" klicken. Es öffnet sich ein Fenster mit den 3 Teildateien die ihr jetzt jeweils

    einzeln downloaden könnt. Jetzt habt ihr 3 Einzel-pdf's mit der jeweiligen Seitenzahl (von bis) auf dem Computer.


    3. Jetzt könnt ihr zum "Google-Translater" wechseln: https://translate.google.com/?hl=de&sl=en&tl=de&op=docs

    Hier auf "Computer durchsuchen" klicken und die dementsprechende pdf-Datei auf eurem Computer auswählen. Dann auf

    "übersetzen" klicken. Jetzt dauert es einen Moment bis "Übersetzung herunterladen" erscheint.

    Wichtig: Sollte diese übersetzte Datei im gleichen Ordner wie das englische Original gespeichert werden die Datei vor dem

    runterladen umbenennen da sonst das Original ohne Nachfrage überschrieben wird. Ich habe einfach ein DE an den

    Dateinamen angehängt.


    4. Jetzt müßt ihr nur noch die 3-Einzeldateien wieder in richtiger Reihenfolge zusammensetzen. Dafür gibt es Programme wie

    z.B. "pdf-Verbinder". Solltet ihr kein entsprechendes Programm haben geht wie oben schon beschrieben auf http://www.pdf2go.com

    Dieses Mal klickt ihr links auf "merge file" und ladet die 3-Teildateien hoch. Das restliche Vorgehen verläuft genau so wie oben

    schon unter "split file" beschrieben. Ich habe es kurz getestet und es funktioniert perfekt!


    Warum habe ich das Vorgehen so ausführlich beschrieben?

    Ganz einfach, nicht jeder Motorradfahrer ist ein Computerfreak und hat entsprechende Programme bzw. hat schon pdf-Dateien

    gesplittet bzw. den Googel-Translator benutzt. Da ich aber glaube das das Werkstatthandbuch auch für weniger technikaffine

    interessant ist wollte ich diesen den Zugang in deutscher Sprache so einfach wie möglich machen.


    Was mir aufgefallen ist:

    Nach der Übersetzung fehlt wie zu erwarten das Indexverzeichnis das man auf der linken Seite aktivieren kann. Das Index-

    verzeichnis ist wie ein Inhaltsverzeichnis das hier in Kapiteln angeordnet ist. Da die Seiten des Handbuchs aber mit Kapitel-

    nummern versehen sind und jedem Kapitel auf der jeweiligen Seite ein Inhaltsverzeichnis zugeordnet ist, ist das aber halb so

    schlimm.

    Ich habe einfach die deutsche und englische Version gleichzeitig geöffnet, im Indexverzeichnis der englischen Version das

    entsprechende Kapitel ausgewählt, mir die Seitenzahl gemerkt, und in der deutschen Version diese Seite aufgerufen, funktioniert

    perfekt.


    Es gibt noch ein kleines Problem, und zwar die Tabellen in denen man z.B. Schraubengrößen, das entsprechende Drehmoment

    für diese etc. ablesen kann. In diesen sind die eingetragenen Werte oft etwas verschoben. Deshalb einfach die Seitenzahl merken

    und dann diese Seite in der englischen Version aufrufen, da hier die Werte exakt richtig in den Tabellenspalten stehen.


    Ich hoffe ich habe den Übersetzungsablauf genau genug beschreiben mit dessen Hilfe ihr eine deutsche Version des Handbuchs

    erhaltet.

    Auch für die weniger technikaffinen denke ich ist es einmal interessant zu sehen wie komplex solch ein Motorrad aufgebaut ist

    und das ihr für den Fall der Fälle ein durchaus brauchbares Nachschlagewerk habt.


    Übrigens: Der Aufbau des Motor's der NC750 hat sich zur hier behandelten NC700 kaum verändert. Bei der NC750 wurde noch

    eine zweite Ausgleichswelle verbaut und die Zylinderbohrung vergrößert. Wer ein wenig technisches Verständnis hat dem

    werden eventuelle Unterschiede bei einer Reparatur auffallen und dementsprechend reagieren. Die meisten Drehmomente und

    der grundsätzliche Aufbau haben sich nicht verändert. Ich denke auch das beim Schaltplan die meisten Kabelfarben beibehalten

    worden sind und man mit Hilfe der Stromlaufpläne durchaus eine Fehlersuche erfolgreich durchführen kann.


    Nun wünsche ich den Interessierten viel Spaß mit dem deutschsprachigen, durchaus interessanten Lesestoff und das die

    NC.... für euch nicht ein Buch mit 7 Siegeln bleibt.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Ich schliesse mich da "DetMainzel" an.


    Ich habe noch nie eine ALOC-Schraube gegen eine neue ausgetauscht.

    Ich habe sie immer wiederverwendet und mit mittelfester Schraubensicherung wieder eingesetzt.

    Gerade an Bremssätteln, wo die Schraubengewinde durch Spaltkorrosion gefährdet sind halte

    ich es für ratsam so vorzugehen.


    Es wäre nicht das erste Mal das eine unversiegelte Bremssattelschraube beim lösen abreißt

    bzw. beim lösen dieser sich das Gewinde verabschiedet.


    Ob ihr es genauso macht bleibt aber euch selbst überlassen.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Das ist bei mir wohl die Macht der Gewohnheit bei jedem Ölwechsel auch den Filter zu wechseln.


    Nach dem obigen Beitrag von "Sven1976" habe ich gerade noch einmal im Wartungsplan nachgeschaut.


    Und tatsächlich:

    Bei meiner NC750SD (RC88 mit DCT) von 2018 ist ein Ölwechsel alle 12 tKm fällig,

    aber Motorölfilter sowie der kleinere Kupplungsölfilter müssen nur alle 24 tKm gewechselt werden.

    Dann hätte ich mir den Filterwechsel ja eigentlich sparen können, hätte ich nicht gedacht.


    Wie ich oben schon schrieb hatte ich beim letzten Ölwechsel die Ölwanne endoskopiert, sauber, kein Ölschlamm!

    Das Öl noch fast goldgelb und der Motorölfilter, den ich auf der Drehbank mit einem Stechstahl geöffnet habe,

    innen sauber und das Filtervlies noch gelb und ohne nennenswerte Ablagerungen sowie metallische Partikel, nur

    minimalster Russeintrag (Ölkohle).


    Jetzt wird mir klar warum Honda den Filterwechsel nur alle 24 tKm vorschreibt, weil es früher garnicht nötig

    ist. Meine Neugier hat dies bestätigt. Nun weiß ich warum Honda die Wechselintervalle so gestreckt hat.


    Mann lernt halt nie aus.


    Gruß, Thomas :boywink:

    MaxIngst


    Denk immer dran, der NC-Motor ist quasi ein halber Honda-Jazz Motor und hat annähernd die gleiche

    niedrige Literleistung wie dieser.


    Mir kamen beim letzten Ölwechsel fast die Tränen, ich dachte das schöne Zeug sollst du schon wechseln.

    Das Öl hatte kaum Russeintrag und war noch fast goldgelb, genau wie der Ölfilter, den hatte ich interessehalber

    seziert.


    Ferner hatte ich die Ölwanne endoskopiert, absolut sauber, keinerlei Ölschlamm, weder in den Ecken noch sonstwo.

    Das sah bei meinen auch im Winter und viel Kurzstrecke gefahrenen Autos ganz anders aus, das Öl war schwarz

    und roch leicht nach Benzin.


    Da du die NC laut deinen Angaben artgerecht bewegst gibt es keinerlei Bedenken das Öl bis ca. 12tKm zu fahren,

    alles gut.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Mit 25 fuhr ich eine Honda CB360G (CB250G), ich nannte sie immer liebevoll Luftpumpe.


    Scherzhaft sagten wir immer bei der kommt nach dem roten Bereich (auf dem Drehzahlmesser)

    wieder der grüne.

    Um sie mal zügiger zu bewegen mußte man sie schon nahe am roten Bereich bewegen trotz

    ihren 36PS.


    Aber ich hatte sie trotzdem lieb. Habe sie selber als "Bausatz" gekauft und nach meinen Vorstellungen

    um und aufgebaut, in meinen Farben lackiert und von 250ccm auf 360ccm umgebaut.

    Damals hatte ich es noch nicht so dicke. Nach nachgeholtem Abitur und Bundeswehr war ich

    noch nicht lange im Berufsleben und man hatte noch andere teure "Hobbys".

    Aber es war eine schöne unbeschwerte Zeit, denke gerne daran zurück.


    tompeter


    Die Deauville hatte ich, als ich, bzw. wir mit ca. 40 Jahren wieder ins "Motorradgeschäft" einsteigen

    wollten, auch auf der Uhr. Ich halte sie nach wie vor für ein optisch gesehen sehr elegantes Ausnahmemotorrad.

    Aber über Geschmack........... mir gefällt sie.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Hallo,


    ich kann mich da nur "klaus-0902" anschliessen.

    Laut Wartungsplan wäre der nächste Wechsel erst bei 12.000 fällig.

    Gemäß deinem Fahrprofil spricht nichts dagegen, keine regelmäßigen Kurzstrecken bei niedrigen Temperaturen.

    Das Öl wärmt immer durch und hat dementsprechend nur minimalste Sprit und Wassereinträge.

    Stärkere Oxidation ist nicht zu erwarten, alles gut.


    Wenn du z.B. einen Golf mit turboaufgeladenen Direkteinspritzer-Motor fahren würdest der ab Werk mit dem

    für diese Motoren vollkommen idiotischen 5w 30 Longlife-Öl befüllt ist, dessen Wechselintervall bei 30 tKm liegt

    würde ich dir einen Wechsel dringend empfehlen.

    Wenn diese Downgrademotoren mit hoher Literleistung oft im Winter bewegt und dazu noch viel auf Kurzstrecke

    bewegt werden würde ich dir in diesem Fall allerdings dringenst empfehlen auf z.B. ein 10w 40 etc. umzuölen

    und spätestens bei 10 tKm das Öl zu wechseln.


    Aber bei dem NC-Motor, der dagegen regelrecht schonend mit dem Öl umgeht und bei deinem Fahrprofil

    brauchst du dir nicht die geringsten Sorgen zu machen, alles gut.


    Wenn du nicht "markengläubig" bist und meinst das "vermeintlich Beste" ist gerade gut genug kannst du auch

    bedenkenlos z.B. folgendes Öl einfüllen. Übertrifft die Honda Ölempfehlung, einfach gut und preiswert.



    Ich hoffe ich konnte dir deine Verunsicherung etwas nehmen.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Sven1976


    Verdammt, das kommt davon wenn man die Packungsbeilage nicht liest. :angry-screaming:

    Und ich dachte............... :? ............. aber falsch gedacht.


    Dabei heißt es doch immer: Zu den riesigen Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage

    oder fragen sie das Arsch den Apotheker.


    Also nehme ich das Zeug jetzt nur noch oral, man lernt ja nie aus. ;)


    Gruß, Thomas :boywink:

    Sven1976


    Ich hatte mir das hier irgendwo verlinkte Video von Liqui Moly angeschaut.

    Selbst der Liqui Moly Chemiker sagt das man Motoröl ca. 5 Jahre lagern kann ohne das das Öl

    nennenswert darunter leidet.

    Dem Sinn nach hat er folgendes gesagt:


    Am besten in einem kühlen trockenen Raum ohne großartige Temperaturschwankungen sowie

    Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung) lagern. Wenn die Ölflasche bzw. der Kanister luftdicht ver-

    schlossen ist einfach ab in den Keller.


    Selbst angebrochene Gebinde sind unter diesen Umständen mehrere Jahre lagerfähig.

    Es gibt allerdings Öle bei welchen sich die Additive etwas absetzen können.

    Da hilft vorm öffnen einfaches schütteln.


    Das bedeutet das du dir ohne Probleme einen kleinen Vorrat anlegen kannst.


    Lese dir einmal den Text im grünen Kasten von dem Mannol-Öl durch.

    Das Foto hatte ich hier kürzlich schon einmal zumThema preiswertes Öl eingestellt



    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink: