Donnerstag, 1.8.:
Erst fuhren wir über die Storebeltbrücke über den Großen Belt, dann übersetzten wir den Kleinen Belt von Bøjden nach Fynshav mit der Fähre (ca. 45 Minuten). Am dänischen Festland angekommen ging es über Møgeltønder zurück nach Deutschland, wo wir den nördlichsten Punkt des deutschen Festlandes besuchten. Über die Elbe kamen wir auch dieses Mal wieder mit der Fähre. Am Lühe Anleger, Grünendeich, einem beliebten Bikertreff kehrten wir noch zu einem Backfischbrötchen ein, bevor es weiter nach Hannover ging und unsere gemeinsame Fahrt endete.

Freitag, 2.8.:
Ab heute ging es für mich also allein weiter, ich wollte schon länger einmal zum Kyffhäuserdenkmal und so stattete ich ihm auf meinem Weg in den Süden einen Besuch ab. Vorher stieß ich jedoch noch auf den neu errichteten Harzturm, wo ich einen Halt einlegte und den Turm erklomm. Übernachtet habe ich wieder in Würzburg.

Samstag, 3.8.:
Rückreise von Würzburg nach hause.
Hier habe ich noch einige interessante Punkte:
- Ich fuhr in diesen 17 Tagen exakt 8.937 Kilometer (Start: 52.686 km - Ziel: 61.623 km). Das waren im Schnitt 525,7 Kilometer pro Tag.
- In Skandinavien hatte ich den Wintereinsatz im Kombi. Die Temperatur lag dort zwischen 10°C und 24°C. Am wärmsten war es am Nordkap.
- Mückenspray und ein Moskitonetz hatte ich natürlich dabei. Ab der Übernachtung in Finnland benutzte ich das Mückenspray vorbeugend. Von einzelnen Mücken im Freien abgesehen hatten wir aber Ruhe.
- Den Regenkombi hatte ich oft an. Geregnet hat es dauerhaft aber nur zwischen Oslo und Sylte bzw. Sylte und Trondheim. Sonst waren es immer nur einzelne Gewitterzonen, die meist bald durchfahren waren. Für den Textilkombi und die Schuhe allein wäre es aber trotzdem zu viel Wasser gewesen. Die Schuhe schützte ich mit Überschuhen. Die Überschuhe dienten als Überzieher für die Müllsäcke, in die ich meine Motorradstiefel steckte. So blieben Schuhe und meine Füße darin immer schön trocken.
- Übernachtet haben wir ausschließlich in vorab gebuchten festen Unterkünften, sprich Zimmern oder Hütten. Gebucht haben wir spätestens am Vorabend über Booking.com oder NorCamp. Die Campingausrüstung (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Hüttenschlafsack, Campingsessel,...) führten wir für den Notfall aber mit. Für eine Hütte zu zweit, inklusive der meistens anzumietenden Bettwäsche, waren wir immer unter € 100,-.
- In Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland betrat ich keine einzige Tankstelle. Jede Zapfsäule war mit einem Selbstbedienungsautomaten ausgestattet.
- In ganz Skandinavien brauchte ich kein Bargeld, alle Zahlungen ließen sich problemlos mit der Kreditkarte abwickeln.
- Die Metzeler Roadtec 01 SE haben meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern weit übertroffen. Die Reifen sind so konstruiert, dass sie in der Mitte der Lauffläche hart und zu den Seiten hin weicher sind. Die harte Lauffläche in der Mitte hat dafür gesorgt, dass die Reifen auch auf den sehr weiten geraden Strecken nur sehr wenig verschlissen. Bei mir zuhause kosten 9.000 km mehr Profil.
- Der im Juni gekaufte Klapphelm Schuberth C4 Pro Magnitudo Yellow hat meine Erwartungen hingegen enttäuscht. Den Preis von knapp € 700,- (Helm: € 499,- und Kommunikationssystem Schuberth SC1 C4PRO C4 R2: € 194,95) war er definitiv nicht wert. Das beginnt bei den ungünstig gelegenen Einrastpunkten fürs Visier, der undichten Gummilippe zwischen Helm und Visier, dem sich verselbstständigenden Pinlock-Visier und zieht sich über das schlecht zu bedienende Kommunikationssystem, die undeutlichen Lautsprecher und die viel zu kurze Akkulaufzeit. Mein alter Klapphelm Probiker KX5 Z-LINK 2.0 kostete inklusive Kommunikationssystem € 130,- und konnte praktisch alles besser. Das einzige Manko: Er sah nicht mehr so gut aus. Ich hoffe meine Frau hat ihn noch nicht entsorgt...
- In Bardu ließ sich die Tasche mit dem Navi plötzlich nicht mehr aus der Lenkerhalterung nehmen (Givi GIVI S954B GPS UNI-TASCHE FUER 5,0 ZOLL NAVIS (louis.at)). Es stellte sich heraus, dass der verriegelnde Kunststoffring (rot) gebrochen war. Ich entfernte die zwei (von insgesamt vier) über der Bruchstelle liegenden Haltezapfen und der Schaden war behoben.
- Manfred war mit seiner TA aus 2023 unterwegs. Der lange Federweg in Verbindung mit einem sehr langen Seitenständer (der Höhe nach nicht verstellbar!) sorgten dafür, dass er vor dem Abstellen immer erst einen geeigneten Platz suchen musst. Bei der NC war das unkompliziert, die stand überall bombenfest.
- Die TA verbrauchte im Schnitt 4,1 l/100 km. Die NC genehmigte sich 3,2 l/100 km. Die TA hat einen 17-Liter-, die NC einen 14-Liter-Tank. Die TA gab also vor, wann es wieder an der Zeit zum Tanken war.
Die Tour hat sehr viel Spaß gemacht, das Nordkap ist für mich immer die weite An- und Rückreise wert. ![]()
Paul






































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