Unter dem Titel „Angefixt“ werden in der Juniausgabe der Zeitschrift „Motorradfahrer“ die neuen KTM-Duke-Modelle 125 und 390 vorgestellt und bieten dabei dem Tester kaum einen Ansatz für Kritik…
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Das begehrte Rauschmittel nennt sich Duke und ist eine kürbisfarbige Designerdroge.
Drogenbeauftragte sind ratlos, denn die Ösi-Eintöpfe mit indischem Curry sind völlig legal.
Der 44-PS-Eintopf… ist im Leistungsgewicht exakt auf die Rahmenbedingungen der A2-Klasse zugeschnitten. Kosten für PS-Drossel und Abnahme beim TÜV entfallen somit.
Neben günstigen Konditionen serviert KTM seine Einstiegsdrogen mit rattenscharfer Optik. Bis auf den Motor und winzige Details sind beide Duke-Modelle baugleich.
Mit viel Mühe erkennt man den größeren Einzylinder der 390er im Gitterrohr-Rahmen. Dieser ist im Vergleich zu früheren Zeiten indischer Schweißarbeiten hervorragend verarbeitet.
Radialbremszange, Stahlflex-Bremsleitungen, konifizierter Lenker und beleuchtete Lenker-Armaturen gehören ebenso zum Duke-Standart wie durchweg eloxierte Alu-Komponenten und pulverbeschichtete Rahmenteile. Beim 2017er-Jahrgang legt KTM noch eine Schippe obendrauf. Zum Update gehören einstellbare Handhebel, optimiertes WP-Fahrwerk, bessere Bremsanlage, LED-Scheinwerfer sowie Farb-TFT-Display.
Ergonomisch wie technisch mit der 125er nahezu identisch, sitzt auch der A1-Schlitten wie angegossen.
Mit 149 Kilo trocken und 44 PS schöpft KTM den gesetzlichen Spielraum optimal aus. Nur zehn Kilo mehr, dafür aber fast drei mal so viel PS wirken nach dem Umstieg wie eine 125er auf Speed. Der Vierventil-Eintopf entwickelt dank dreifachen Volumens echtes Einzylinderbollern und geizt im knappen 125er-Gitterrohr nicht mit Lebensfreude und Vortrieb. Davon hat der Single auch mit Euro-4-Stempel nichts eingebüßt. Im Gegenteil. Eine größere Airbox, mehr Volumen im Vorschalldämpfer sowie die neu platzierte Lambdasonde verhelfen dem neu abgestimmten Euro-4-Eintopf sogar zu mehr Durchzugskraft. Zwischen 3000 und 7000 Touren lässt ich damit lässig im Stadtverkehr mitschwimmen, für sportliche Landstraßen-Swings will der agile Einzylinder seine servogesteuerte Drosselklappe natürlich auf Durchzug gestellt wissen. Wenn der digitale Gasgriff Attacke signalisiert, ist es fast unverschämt, wie drehfreudig der KTM-Single ans Limit von 10.500 Umdrehungen stürmt.
Mit großer Sicherheit hätte die A2-Duke jedem 200-PS-Superbike auf engen Bergstrecken den Hintern präsentiert. Je holpriger und schmaler der Aufstieg, desto größer die Gaudi mit dem kompakten Einzylinder.
Fast ein Kinderspiel in tiefer Schräglage um Serpentinen zu treiben.
Gegenüber dem Vorjahresmodell deutlich straffer gedämpft, glänzt das WP-Fahrwerk mit erstklassiger Stabilität und Rückmeldung in Kurven.
Bei Bedarf reagiert die Kurvenfeile prompt auf Kurskorrekturen und meistert gelassen Narben im Asphalt.
Man könnte fast neidisch werden auf die A2-Generation. Im Hinterkopf grübelt der gestandene Biker sogar, ob man sich die Einstiegsdroge nicht als Zweithobel gönnen sollte. Immerhin liegt der Preis auf Niveau einer guten Gebrauchten.
TECHNISCHE DATEN
44 PS bei 9000/min
37 Nm bei 7000/min
160 km/h
375 cm³
Sechsganggetriebe
Sitzhöhe: 830 mm
Trockengewicht: 149 kg
Tankinhalt: 13,4 Liter
5898 €
Zwei Jahre Garantie ohne Kilometerlimit
Vor fast vier Jahren waren die Journalisten von der damals brandneuen 390er KTM übrigens weniger begeistert, wie man hier nachlesen kann:
http://nc750.de/forum/viewtopi…it=Unter+dem+Titel#p41188 <---- 
Egal, ich bin jetzt erst mal auf den Bericht von Didi gespannt...
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Es grüßt
sin_moto