Laut der „Motorradfahrer“ vom Oktober ist beim Motor die Änderungsliste V7 II / V7 III…
ellenlang und soll in erster Linie die innere Reibung vermindern:
Das verstärkte Aluminium-Kurbelgehäuse kommt mit neuer Ölwanne und überarbeitetem Entlüftungssystem. Zylinder, Kolben und Zylinderköpfe wurden neu gezeichnet, Ölspritzdüsen sorgen sorgen für zusätzliche Kühlung der Kolben, und eine modifizierte Brennraumform soll die Füllung verbessern. Auf dem Papier steigt die Leistung auf 52 PS… das maximale Drehmoment von 60 Nm erreicht der Motor schon bei 6200 U/min.
Ohne Delle im Drehmomentverlauf geht die Guzzi aus niedrigsten Drehzahlen voran und klingt dabei kerniger aus den Megaphon-Schalldämpfern, als der Schub tatsächlich ist.
Die durchzugsorientierte Charakteristik sorgt sehr bald dafür, dass Geist und Körper eine entspannende Fahrweise bevorzugen und die Alltagshektik beiseitelegen.
Über Bodenwellen flackert die Leuchte der zweistufigen Traktionskontrolle und signalisiert zartes, kaum spürbares Eingreifen. Ähnlich unauffällig arbeitet das Conti-ABS, das auch deshalb kaum zum Einsatz kommt, weil die Einscheibenbremse im Vorderrad so defensiv bremst, als gäbe es kein ABS. Hier müssen schon kräftige Pranken zulangen, um in den Regelbereich zu gelangen.
Die Special zeigt sich mit viel Chrom, Steppennähten an der Sitzbank und stabilem Soziusgriff artgerecht ausstaffiert. Auf Knopfdruck vom rechten Griff bietet die LCD-Anzeige neben der permanenten Ganganzeige verschiedene Informationen wie Verbrauch oder Lufttemperatur, doch ist dies das einzige sichtbare Zugeständnis an die Moderne.
Wer auf diese Art zeitgenössischer Nostalgie steht, Motorradfahren als Genuss sieht und italienische Tradition mag, muss dafür 9750 Euro hinlegen.
Es grüßt
sin_v7 III




: