Beiträge von X-Man

    Vorne wertet man die Mittelklasse immer weiter auf, bis ein Update lächerlich zu werden droht. Von hinten drücken die "Billigmodelle" und schieben die einfacher gestrickten, noch unschuldigen neuen Mittelkasse-Modelle vor sich her. Honda bspw. stemmt sich etwas gegen diese Masche, finde ich gar nicht schlecht. Auch scheint mir bei Honda der preisliche Abstand zu den Premium Bikes relativ stabil/konstant zu sein.


    Ob sie so viel mehr ausgeben ... ich weiß nicht. Anstelle eines "normalen" Naked Bike steht da jetzt halt eine Retro. Ich erkenne nicht, was daran problematisch sein soll (?).


    Mopeds von der Stange oder Raritäten? Hast Du mal ein paar Beispiele?


    Alltagstauglichkeit - das ist so ein schwammiger Begriff, finde ich. Ich habe mit der CB1100ex u.a. Arbeitsplatzpendelei betrieben, das funktionierte hervorragend. Warum auch nicht. Sie hat zwei Räder und einen Motor und auch sonst alles Wichtige, was man so braucht. Und eine gültige Definition für Tourentauglichkeit existiert auch nicht. Du kannst mit allem was rollt überall hinfahren, allein der Wille zählt.


    Diesem "Virus" erliegen anscheinend immer mehr Motorradfahrer. Inzwischen haben die Retros einen Marktanteil von 26%. Das ist verdammt viel. Das liegt auch daran, dass diese Maschinen gut und zuverlässig funktionieren und einfach zu fahren sind. Und abgesehen von zwei, drei Premium-Modellen preislich gar nicht mal so sehr aus der Rolle fallen. Auch ist "retro" mittlerweile ein ziemlich dehnbarer Begriff, er scheint sich zunehmend zu verwässern. Inzwischen ist es schon soweit, das einzelne klassische Design-Elemente in moderne Fahrzeuge einfließen und zu (aus meiner Sicht) gewöhnungsbedürftigen Hybriden mutieren. Das heißt dann nicht mehr "retro", sondern "neo".


    Was ist ein X-ADV eigentlich, was für Komponenten sind darin verbaut? Wie viel Premium versteckt sich unter der Verkleidung oder ist offensichtlich? Das Gerät scheint doch mehr zu sein, als eine verkappte NC - oder irre ich mich da? Wenn der X-ADV deutlich hochwertiger ist, als eine NC, dann rechtfertigt sich doch auch ein höherer Preis, oder?



    Na ja, Honda ist für mich immer eine Option. Ich fühle mich aber an keine Marke gebunden. Gegenwärtig bietet mir Honda die besseren Alternativen, aber das muss ja nicht immer so sein.


    Gruß
    Jörg

    Hier fahre ich immer wieder gern hin:


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    Zündstoff Edersee: da ist immer was los. Rustikales, sehr gutes Essen und kunterbuntes Motorradvolk. Vorwarnung: da säuselt keine Helene Fischer aus den Musikboxen ... :mrgreen:


    Noch ein kurzer Tipp, wie man das Zündstoff ideal in eine kleine Sauerlandrundfahrt einbinden kann. Ist auch eine meiner bevorzugten Tagestouren in der Gegend:


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    Gruß
    Jörg


    Dieser Simulator ist schon ganz gut, ich habe da bereits einiges abgeglichen. Schwankungen sind aber vorhanden betreff Innenbeinlänge, Stiefelsohlenhöhe, Beinkleidung. Und die Körpergröße (Eingabe von 174 cm) sagt nicht viel über die tasächliche Beinlänge aus. Meine Frau, gelernte Schneiderin, hat eben meine Beine vermessen. Dabei sind für mich vom Simulator leicht abweichende Maße herausgekommen.


    Die vom Simulator angebotenen und in etwa zutreffenden (geeigneten) Sitzhöhen:
    NC-X: 829 mm (Datenblatt Honda 830 mm)
    Crossrunner: 819 mm (815 mm)
    VFR 800 F: 814 mm (809 mm)


    Im Abgleich mit meinen realen Beinlängen (mein rechtes Bein ist minimal länger, als das linke) ergeben sich für mich folgende Kniewinkel auf dem Fußballen:
    NC-X: max. 83°
    Crossrunner: max. 77°
    VFR 800 F: max. 75°


    Alles unter 80° taugt mir leider nichts mehr auf die Dauer. Die NC-S steht da direkt auf der Grenze, die kann ich zur Referenz heranziehen. Mit der NC-X bin ich bereits in der schmerzfreien (und medizinisch akzeptablen) Zone, und das reicht mir. Zwar können z.B. Kawasaki, Suzuki u. KTM das noch besser, aber ich bin nunmal NC-Fan. Hundertprozentig kann ich das aber erst wissen, wenn ich eine Runde mit der X gedreht habe, so genau habe ich die nämlich nicht mehr in Erinnerung, was den Kniewinkel betrifft. Wer achtet schon auf sowas, wenn's nicht kneift? Aber ich bin guter Dinge. :D


    Das hätte man mir mal besser vor einem Jahr erzählen müssen, dass ich mir um so was Gedanken machen muss ... :|


    Gruß
    Jörg


    Hallo Thomas,
    das war mein erster Gedanke, aber bereits die Sitzprobe hat nicht gepasst. Fußrasten in Verbindung mit niedriger Einstellung der Sitzhöhe ergibt denselben Kniewinkel wie bei der F. Die hohe Sitzposition von 835 mm in Verbindung mit dem Gewicht von 244 Kg u. hohem Schwerpunkt ist bei meinen 174 cm ein echter Balanceakt und scheidet ebenfalls aus. Zwar ist die F ziemlich gleich schwer, fühlt sich aber wesentlich kompakter an und ist schmaler gebaut.


    Das Sitzen auf der NC-X behagt mir um einiges mehr, es ist entspannter, Lenkerhöhe + Breite, Kniewinkel, der niedrige Schwerpunkt, das passt mir schon sehr in den Kram. Daher macht das für mich mehr Sinn, als eine Crossrunner tiefer zu legen.


    Die Crossrunner ist garantiert ähnlich genial wie die F, aber wie alle Maschinen der Kategorie "schwerer Crossover-Reiseenduro-Brocken" passt sie nicht in mein Beuteschema. Im Gegensatz zum klassischen Sporttourer - von dem ich mich leider verabschieden muss. Seufz.


    Gruß
    Jörg


    Ach Du meine Güte ... Ich könnte jetzt eine Menge positive Dinge über die VFR erzählen, allein die Zeit fehlt. Wenn es Negatives aufzuzählen gilt, dann kann man das nur auf das Individuum, den Fahrer, zurückführen, auf seine Ansprüche. Das Fahrzeug selbst ist über alle Zweifel erhaben. Natürlich ist es unterm Strich nur ein Haufen Metall und Plastik, aber was die Japaner aus diesen Grundstoffen geformt haben, ist auf seine Weise einzigartig. Nicht geschützt vor Materialschwächen oder menschlichen Fehlern, aber weitgehend davon befreit. Vielleicht kann man sagen, dass die VFR 800 F nicht nur die japanische Mentalität, sondern auch ein Stück weit japanische Philosophie repräsentiert. Sie ist mehr als die Summe ihrer Teile. Auf solche Gedanken kommt man, wenn man sie eine Zeitlang gefahren hat, wenn man zu "verstehen" beginnt, worauf man da eigentlich sitzt. Ihre Wertigkeit lässt sich nicht allein aus Leistungsdaten oder Äußerlichkeiten ableiten. Vielleicht wird sie aus diesem Grund noch gebaut und verkauft. Sie ist irgendwie zeitlos und ziemlich perfekt. Soweit meine ganz subjektive Liebeserklärung. :D


    So habe ich verstanden, dass es nicht ein Mehr an PS ist, was die VFR irgendwie zu etwas Besonderem macht. Es gibt viele Tourenmaschinen mit sportlichen Ambitionen, von denen sie in dieser Disziplin locker geschlagen wird. Aber diese Maschinen haben als Herzstück eben nicht diesen sehr besonderen V4 und lassen sich nicht so "schön" fahren, sanft und kernig zugleich.


    Ich gebe die VFR nur aus gesundheitlichen Gründen wieder ab! Ich habe mit Durchblutungsstörungen in beiden Beinen zu kämpfen, mit Krampfaderbildungen und Venenentzündungen, die durch den Kniewinkel - der für einen gesunden Menschen kein Problem darstellt - leider forciert werden. In den letzten Monaten habe ich die Schmerzen mit Medikamenten und Kompressionsstrümpfen überbrückt, aber das kann keine Dauerlösung sein. Wobei ich betonen muss, dass die VFR nicht der Auslöser für diese Gesundheitsprobleme war, da spielt wohl auch Veranlagung mit rein.


    So muss sich die VFR in Sachen Komfort - also aus medizinisch-ergonomischen Gründen - der NC-X geschlagen geben. Der Kniewinkel der NC-X ist, bei meiner Größe von 174 Zentimetern, eine Entlastung vor dem Herrn. Ich hatte seinerzeit mal geschrieben, dass ich die NC-X gern neben der VFR in der Garage stehen hätte, weil ich sie so ungern hergeben wollte. Damals sprach aber alles für die VFR - zurecht? Nun ja. Heuer stehe ich hier mit umgekehrten Vorzeichen. Irgendwie verdreht, die ganze Geschichte.


    Ich halte die NC-X auf ihre Art für ein ganz hervorragendes Motorrad. Die VFR werde ich sehr vermissen, aber auf die X freue ich mich jetzt schon. Und danke, ich werde mit ihr sicherlich glückliche Zeiten verbringen. :D


    Gruß
    Jörg


    Finde ich gut, wird aber sicher verhältnismäßig teuer werden. Für Offroader aber eine Alternative.
    Ich bin mit der NC-X damals ein paar Wald- und Feldwegpassagen gefahren und war sehr angetan. Das hat Spaß gemacht, bei null Erfahrung abseits asphaltierter Straßen, und die X hat alles brav mitgemacht. Gut zu wissen, dass sie das kann, mehr "Gelände" brauche ich nicht, als hin und wieder ein paar Abkürzungen übern Berg. Das ist so eine Sache, die ich mit der VFR nicht machen kann, und die ich vermisse. Aber demnächst ja wieder möglich. :D :dance:


    Gruß
    Jörg


    :D
    So isses wohl. Jedes Hobby fängt mal klein an, dann wird's immer spezieller oder teurer. Oder beides. Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der ein Haus mit großem Garten (ca. 1000 m²) gekauft hatte und mit Rasen, Bäumen und Blümchen so gar nichts am Hut hatte ("Alles betonieren und grün anpinseln, fertig!"). Nach knapp zwei Jahren hatte der echt Spaß an der Arbeit und so viele Geräte im Schuppen, dass er eine Garten-und-Landschaftsbau-Firma hätte betreiben können. :lol:


    Meine Motorradrüstung hat jetzt zweieinhalb Jahre auf dem Buckel, hat seither 45.000 Kilometer durchgehalten und ist nur marginal ramponiert (verblichen bzw. angekratzt). Habe von Kopf bis Fuß einen Tausender investiert. Wird noch ein paar Jahre gut funktionieren. Meine Funktionsunterwäsche stammt aus Bundeswehrbeständen (nein, nicht schön, aber praktisch). Navi u. GoPro brauche ich nicht, ich benutze mein Hirn und habe ein gutes Erinnerungsvermögen und mag das Abenteuer. :mrgreen:
    Reifen müssen gut sein, aber da verlasse ich mich auf eigene Erfahrungen.
    Heizgriffe sind eine nette Zugabe, aber kein Muss. Habe welche an der VFR, vielleicht dreimal benutzt. Aber nur um zu gucken, ob sie noch funktionieren.


    An einem Motorrad-Lifestyle habe ich kein Interesse. Ich gucke durchs Visier auf die Straße und habe Spaß allein auf meine Weise. Ob und wie mich jemand von außen betrachtet, ist mir völlig schnuppe.


    Wie eng Motorradjournalismus und Industrie verknüpft sind, geht mir manchmal richtig auf den Wecker. Das fängt bei Produktplatzierungen an und hört bei schamlosen u. unangebrachten Lobeshymnen auf bestimmte Modelle nicht auf. Ich vermisse zunehmend einen objektiven Blickwinkel, der auch den Nachteilen eines Produkts gerecht wird (und nicht in schwammigem Halbsatzgebrummel untergeht). Gäbe es den, sähe die Zulassungsstatistik vielleicht anders aus. Aber, am Ende gewinnt halt der, der sich (so oder so) am besten verkauft.


    Gruß
    Jörg