Beiträge von X-Man


    Auf der CBF1000F habe ich ein paar Sitzproben gemacht und mich eigentlich recht heimisch gefühlt. Allerdings ist das Motorrad ein echter Dinosaurier, wohlwollend könnte man auch sagen, eine Maschine für Puristen. Manche sagen auch, der VW-Passat unter den Zweirädern. Und ... ach, lassen wir das. :D
    Ich vergaß zu erwähnen, dass ich mir eine Lenkererhöhung gegönnt habe, die 1,5 Zentimeter machen eine Menge aus. Die Sitzposition ist dadurch schon ziemlich aufrecht, keinerlei Druck auf den Handgelenken.
    Als »Rentnerschaukel« würde ich die X nun gar nicht bezeichnen wollen, dafür ist sie geriatrisch betrachtet nicht ausgereift genug. :lol:
    Apropos Rentner, kleine Anekdote am Rande: Vor einigen Monaten lernte ich bei einem Zigarettenstopp auf einem Wanderparkplatz in der Nähe von Frankenberg einen BMW-Fahrer kennen, der fuhr eine K1200R, eine Kiste von um die 160 PS. Der Herr war nach eigenen Worten 74 Jahre alt und konnte seinen Bauch prima auf den Tank stützen. Auf meine Frage, wie er denn das Handling seiner BMW finde, sagte er prima, diese lästigen Geraden zwischen den Kurven würde seine »Powerlady« wie nix fressen ... :lol:


    Gruß
    Jörg

    Tach. :D


    Ein erster Nachtrag. Die VFR hat jetzt knapp 2000 Kilometer auf der Uhr. In den letzten Tagen ist mir etwas aufgefallen bzw. bewusst geworden, was ich erwähnenswert finde.
    Die NC-X hat ja nachweislich einen sehr hohen Fahrkomfort, ein superbequemes Bike ist das, ein Merkmal, das mir immer besonders gut gefallen hat.
    Nun fühle ich mich mit meinen 48 Jahren nicht wirklich alt, aber gewisse Verschleisserscheinungen bezügl. Knochen und Muskulatur sind nicht mehr wegzudiskutieren. Da sind diese beinahe schon chronisch zu nennenden Verspannungen in Rücken und rechter Schulter. Deren Symptome habe ich ganz gut im Griff, aber bei gewissen Tätigkeiten, und dazu gehört auch das Motorradfahren, treten sie immer wieder unangenehm in den Vordergrund.
    Obwohl also die X ein ausgewiesen kommodes Zweirad ist, hatte ich zumindest nach längeren Ausfahrten mit Schmerzen an den üblichen Stellen zu kämpfen. Ich habe das nicht weiter beachtet, da ich es nicht anders kannte. Und im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen hielten sich diese Symptome auch wirklich in Grenzen.
    Und nun das Seltsame: Obwohl man in der VFR, auf der man eine eher sportliche Sitzhaltung einnimmt, das eher rückenfeindlichere Möpp vermuten sollte, ist genau der gegenteilige Effekt aufgetreten. Meine Rücken- und Schulterprobleme sind spurlos verschwunden. Weg.
    Es hat sich ansonsten an meinen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten nichts verändert. Und auf der X habe ich nun wirklich nicht verkrampft bzw. unentspannt gesessen. Meine Vermutung ist, dass durch das leicht vornüber gebeugte Sitzen auf der VFR die Wirbelsäule entlastet wird, und dass die Fahrwerkseinstellungen und der breitere Sattel diesen Effekt noch unterstützen. ??


    Seit ich den Effekt bemerkt habe, habe ich natürlich genau darauf geachtet. Zumindest auf der S - die Vergleichsmöglichkeit habe ich im Augenblick ja noch - fühle ich mich inzwischen suboptimal untergebracht. Es scheint tatsächlich mit der sehr aufrechten Sitzposition zusammenzuhängen. Dabei ist das doch DAS Kriterium für ein entspanntes und bequemes Reisen!


    Bin etwas verwirrt, nehme es aber gern so an, wie es ist. Schmerzfrei ist sooo geil!
    Würde mich mal interessieren, was ihr so für Erfahrungen gemacht habt.


    Gruß
    Jörg


    Nabend. :D
    Lastwechsel auf der VFR halten sich sehr in Grenzen, so meine Erfahrung. Vielleicht liegt's am Mapping, ich fahre eines der letzten Modelle. Dazu kommt noch meine Fahrweise. Ich nehme ein Quentchen früher das Gas langsam ein Viertelchen weg, schalte recht spät runter und mag auch ein wenig Zwischengas (was ich beim Reihenvierer der CB1100 nicht getan habe bzw. nicht musste). Das Raufschalten geht recht sanft vor sich, Gasannahme erfolgt unmittelbar, VTEC schmiert sich fast unmerklich rein und ist nurmehr an der Soundkulisse, dem Drehzahlmesser und der schneller aufwärts ratternden Tachoanzeige festzumachen - kein Kick mehr.
    Bei mir war es ja gerade mal umgekehrt, von der NC-X DCT kommend. Die kannte Laswechsel ja nur vom Hörensagen. Was mir oft fehlte, war also die Motorbremsleistung, die hatte ich brauchbar nur im S3-Modus. Ansonsten war viel ankern angesagt. Zwischengas ging ja nicht. :D


    Gruß
    Jörg


    Gut gesprochen! :handgestures-thumbup:


    Natürlich ist auch an einer NC nicht alles toll und schön, und ich finde, das sollte auch gesagt werden dürfen - mit einleuchtender Begründung, versteht sich. Wird es hier im Forum ja auch. Ruft zwar hier und da etwas Gegrummel hervor, aber die Diskussion bleibt im Fluss, das ist doch die Hauptsache. ;)


    Ansonsten waren es einige Vergleichstests, die mich zur X geführt haben, die hatte ich - bei aller Spontanität - im Hinterkopf. Und es war nicht so, dass die X in diesen Tests immer besonders gut weggekommen ist. Mich hatte das Gesamtpaket überzeugt.


    Gruß
    Jörg


    Das Bildhafte macht Sprache doch erst richtig schön. :D


    Da muss ein Irrtum vorliegen. Ich war nicht schnell. :mrgreen:

    Ahhh, Musik ...! :violin:


    Gerade entdeckt. :D


    Ich fahre zwar erst seit 18 Monaten Motorrad, aber Gitarre spiele ich bereits seit 30 Jahren, bis vor 6 Jahren auch aktiv in Bands.


    Ich bin ein sog. Metaller, höre aber auch Jazz, Blues und eine Menge mehr, was so meinen Geschmacksnerv trifft.


    Meine aktivste Zeit als Musiker liegt aber bereits 23 Jahre zurück, damals war ich Bassist in der Death-Metal-Band Dark Millennium, eine seinerzeit recht erfolgreiche Combo. Heutzutage laufen die aber mehr unter Avantgarde Rock, weil progressiv-anspruchsvoll. Die Jungs haben seit dem 14.Oktober ein neues Album auf dem Markt. Ich hatte keine Lust und keine Zeit da mitzumischen, ich wollte lieber Motorrad fahren. Bei schönstem Wetter in Proberaum und Studio rumhängen? Och, nööö ... :mrgreen:


    Bin kein Musikmacher mehr (obwohl ich die Finger immer noch schön geschmeidig halte), Musikhörer aber mit ungebrochener Leidenschaft, analytisch (manche Gewohnheiten wird man nie mehr los) und mit Genuss. Zuletzt (vor einer knappen Stunde) gehört:


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    Nette Schweden-Combo! Verstaubt-modern, wie gewohnt. :D


    Gruß
    Jörg


    Kaufen würde ich auch keines, aber die V-Strom mal antesten, das ja. Und die SV 650 auch. Das sind keine schönen Motorräder, das nicht, aber die wirklich schönen sind eh nur in der Retro-Fraktion zu finden. :D


    Das müssen die gleichen sein, denen ich auch begegnet bin ... :think: :D


    Gruß
    Jörg

    Moin! :D


    Zwingend vor einer Entscheidung stehend, würde ich die Honda mit nach Hause nehmen. Diese Marke genießt einfach mein größeres Vertrauen.


    Ich gehöre eindeutig zur "Fraktion Obenrum". Meine VFR ist ja auch nicht gerade üppig ausgestattet mit ihren 75 Nm, aber ab 5000 U/min aufwärts geht schon ordentlich die Post ab, in der Form, dass ich absolut zufrieden bin. :clap:


    Stimmt, die GPZ hatte ich nicht auf dem Schirm. Wobei der Ur-Motor mit einer Versys oder ER-6N heute nicht mehr allzu viel gemein hat. Auch der V2 der Suzi wurde seit 1999 hier und da modifiziert, trägt aber noch viel mehr Ur-Gene in sich als der Zweizylinder der Kawa.
    Für mich als Motorrad-Neuling spielt das Nichtwissen um die Historie von Motor-Konzepten aber nicht so die Geige, wichtig is aufm Bock, das frische und nicht von Vorwissen belastete Fahren. Und da macht der Parallel-Twin von Kawa eine sehr gute Figur: breites Grinsen, lange Arme, Adrenalin - auf der Er-6, die Versys habe ich noch nicht gefahren.



    Ich würde in der Zukunft Testberichte lesen, sollte mal wieder, ähem ... ein Wechsel anstehen. Anyway, das wird so schnell nicht wieder passieren. ;)
    Aber wenn, dann lasse ich die Motorradjournalisten für mich vergleichen und vorsortieren, als erste und zuverlässige Informationsquelle. In der letztendlichen Entscheidung ist man ja immer allein.
    Die Funktion von Motovloggern sollte man heutzutage auch nicht unterschätzen. Die glänzen zwar nicht immer mit Fachwissen, aber die Fahreindrücke, die sie vermitteln, können Ottonormalverbraucher von großem Nutzen sein, im Positiven und Negativen.


    Gruß
    Jörg