Beiträge von X-Man
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Zitat von MacfakAlles anzeigen
BMW und andere Hersteller gehen durchaus in diese Richtung sie bieten sogenannte Schaltautomat (Quickshifter) an.
Lächerlich Krücken https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schaltautomat im Verhältnis zu Hondas technischer Meisterleistung!
Bei BMW werden diese Krücken so gar recht häufig gekauft, das ulkige ist allerdings das die Besitzer meinen sie hätten den Stein der Weisen in Bezug auf schalten erworben.
Nennt sich Schaltassistent und koste 417€ für die GS, verdammt viel Geld für das wenige was es kann.
Woher ich das weiß?
Nach 40 Jahren BMW Fahrer.Bei Schaltautomaten bleibt die Zugkraftunterbrechung ein Thema, richtig? Diese Technik wird immer beliebter, so kommt es mir vor. Hält aber auch in meinen Augen keinen Vergleich mit DCT stand. Vielleicht erreicht der Quickshifter mal einen Reifegrad, wo man - theoretisch - auf die Handkupplung verzichten könnte. Und dann ist es immer noch keine vollwertige Alternative zu DCT.
Interessant wäre es, wenn diverse Hersteller ihre Scooter-Technologie in neu entwickelten Motorrädern verbauen würden. Ein Beispiel ist der neue TMAX SX: 2-Zylinder-Reihen-Motor, ordentliche 46 PS, 53 Nm Drehmoment, Keilriemenautomatik (CVT), Topspeed 160 Km/h, 2 Fahrmodi. Ist ja bereits ein Hybridfahrzeug. Warum daraus nicht eine eigenständige Motorradvariante entwickeln? Der Motor ist bereits vorhanden, und er scheint sehr gut zu sein. Man könnte ihn auch leistungsmäßig aufpumpen bzw. stärker dimensionieren. Aus dieser Überlegung heraus könnte man über eine ganze Modellpalette nachdenken, ähnlich der NC-Reihe. Für die, die lieber Motorrad fahren, anstatt Roller.
Gruß
Jörg -
Zitat von MacfakAlles anzeigen
Eins ist natürlich klar Automatik oder schalten ist ein alters Streitthema, das ist bei Autos ganz genau so und das ist ja auch OK wäre ja Blöd wenn alle den gleichen Geschmack hätten.
In den USA ist es allerdings undenkbar ein Farzeug ohne Automatik zu anzubieten und auch die Berufsfahrer von LKW, Bussen, Baumaschinen, Rennfahrer oder Militär setzen heute nimmermehr oder sogar ausschließlich auf Automatik und das hat sicher Gründe.Langfristig wird sich DCT oder entsprechende Paralleltechnologie auch für Motorräder durchsetzen. Aber wann werden andere große Firmen, BMW, Kawasaki, Suzuki, Yamaha im wahrsten Sinne des Wortes "schalten"? Aus der Richtung habe ich noch rein gar nichts mitbekommen. Honda allein - bei aller Bewunderung - wird diesen Sinneswandel nicht stemmen können. Also, das wird noch seine Zeit in Anspruch nehmen, Motorradfahrern die Bedenken vor dem "Automatikbetrieb" zu nehmen (und erst recht vorm Elektroantrieb, aber das ist ein anderes Thema).
Die USA waren immer schon ein Automatik-Land, der Anteil liegt heutzutage bei 90%, wie ich diesem Artike (von 2016)l entnehme:
https://www.welt.de/motor/arti…matikgetriebe-moegen.html
Da steht auch geschrieben, dass sich (laut ADAC) beide Getriebearten - Automatik u. manuell - in Deutschland erst in rund 20 Jahren die Waage halten werden. Wenn dem so sein sollte (ist natürlich nur Spekulation), kann man bei Motorrädern getrost von mind. der gleichen Zeitspanne ausgehen. Wer das bezweifelt, möge seine Stimme erheben und seine Argumente vortragen.

Gruß
Jörg -
Zitat von MacfakAlles anzeigen
Irgend wie kann ich dir nicht folgen entweder du färst Rennmotorräder oder du hast noch mit DCT längere praktische Erfahrungen gesammelt.
So wie du es beschreibst hört es sich an als wenn DCT ein Haufen Arbeit und mitdenken verursacht während Manuels Schalten ohne jede Bewegung und denken abläuft. Das Gegenteil ist aber richtig.
Wenn deine Theorie so richtig ist dann erklär doch mal warum in der Formel 1 wo wirklich nur auf der letzen Rille gefahren wird alle ohne Kuplung und nur mit + und - Tasten am Lenkrad unterwegs sind.
Ich glaube nämlich des es wird gemacht
a. um die Zugunterbrechung zu minimieren und vor allem
b. dem Fahrer mehr Zeit zum warnhemen der Rennsituation (Verkehrsgeschähen) zugeben und genau passiert bei einer Honda mit DCT auch.Ich habe die NC-X (MJ2016, DCT) in einem Zeitraum von nur 2 Monaten ziemlich exakt 5200 Kilometer weit bewegt und das in meinem Experiment-Thread so gut wie möglich zu dokumentieren versucht. Das war eine kurze aber sehr intensive Phase mit dieser Maschine, und ich habe fast ausschließlich gute Erfahrungen mit ihr gesammelt. Aber ich habe der Vollständigkeit halber auch alles aufgelistet, was mir nicht so gut gefallen hat, und das hat eine praktische UND eine theoretische Komponente. Im Praktischen habe ich Dinge aus meinem fahrerischen Alltag geschildert, no less, no more. Im Theoretischen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum das so abgelaufen ist, und wie es hätte besser laufen können. Meine Notizen hierzu sind vielleicht nicht bis ins Detail objektiv, aber ich habe mir Mühe gegeben.
Das "irgendwie kann ich Dir nicht folgen" kann ich meinerseits nicht nachvollziehen. Unterm Strich geht's doch nur darum, ob man die Elektronik die ganze "Arbeit" verrichten lassen möchte, oder ob man das nicht doch lieber selbst erledigen will. Meine Zweifel und meine Wahl habe ich in einfachen, aber natürlich nicht unüberlegten Worten dargelegt. Und ich kann gar nicht genug betonen und auch wiederholen, dass es sich hier um eine Einzelmeinung handelt und nicht den Zweck hat, mit irgendjemandem konform oder nicht konform zu gehen.
Zur Zugkraftunterbrechung hatte ich mich bereits geäußert.
Mit Rennsport und entsprechenden Rennmaschinen habe ich nix am Hut. Im Augenblick fahre ich eine Honda VFR 800 F (RC79), die kann man schon ausreichend sportlich bewegen, aber sie hat noch andere Qualitäten, die ich ebenso sehr schätzen gelernt habe. Daneben steht in der Garage noch eine manuell zu schaltende NC-S (MJ2015), die ich genau so gern fahre, wie die RC79. In zwei oder drei Jahren möchte ich wieder was Enduro- oder Crossover-mäßiges fahren, gern was mit 2 Zylindern. Vorzugsweise eine DCT-NC, die meinen Vorstellungen entspricht: leistungstechnisch mindestens auf Augenhöhe mit der Versys 650 oder V-Strom 650 oder F 700 GS. Mal schauen, was herauspurzelt, wenn Honda die Wundertüte 2018/19 aufmacht.
Gruß
Jörg -
Weil mir das gerade eingefallen ist, ich hatte zu dem Thema schonmal was gepostet:
»DCT ist eine gute Sache, für mich ohne Fragezeichen. [...] Allerdings erfordert es in einigen bestimmten Situationen eine andere Form der Aufmerksamkeit, an die ich mich nur schwer gewöhnen kann. So habe ich am Lenker 4 Bedienelemente, die den Getriebesektor beeinflussen, mit mannigfaltigen Kombinationsmöglichkeiten.
Ich muss mir diesbezüglich Grundmuster antrainieren, nicht alle denkbaren, aber doch eine Handvoll wichtige, um den gängigsten Verkehrs- und Straßensituationen optimal begegnen zu können. Nicht jeder DCT-Fahrer hat in ähnlichen Situationen die gleichen Vorgehensweisen, aber stets Tipps und Ratschläge parat. Das ist nicht nur gut und hilfreich, sondern zeigt auch, dass gewisse Routinen im Umgang mit DCT unumgänglich sind.[...]
So betrachtet, ist das DCT eine Angelegenheit, wo sich Denk- und Handlungsabläufe auf eine komplexe Weise miteinander verzahnen müssen, wo doch eigentlich - wie heißt es so schön? - Ressourcen im Kopf freigesetzt werden sollen.
Ist die Bereitschaft da, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, räumt die Erfahrung nach und nach alle Hemmschuhe zur Seite. [...] Ich bin immer noch bei der Aufrechnung 4 Bedienelemente versus den einen Kupplungshebel. [...]
«Das ist immer noch mein Stand der Dinge. Wozu die vielen Bedienelemente bzw. Eingriffmöglichkeiten? Klare Antwort: um die Nachteile des DCT gegenüber einer manuellen Kupplung auszugleichen. Das funktioniert in meinen Augen schon ganz gut, aber eben noch nicht gut genug. Trotzdem ein Kopf-an-Kopf-Rennen: In Sachen Zugkraftunterbrechung hat DCT die Nase klar vorn.
Gruß
Jörg -
Zitat von PhilAlles anzeigen
Verstehe ich gut aber diese Gedanken machen sich Technokraten aus Spaß. Man kann damit tatsächlich einfach fahren! Und ich glaub sogar noch besser als man subjektiv glaubt. Gas auf -> perfekt.Aus Spaß ...? Im Thread "Mein NC-Experiment ..." habe ich ein paar unschöne Momente mit der NC-X geschildert. Ich bin gewiss kein Technokrat, aber da kommt man schon ins Grübeln. Mittlerweile denke ich, dass DCT nicht für Jedermann/Frau geeignet ist. So wie viele Motorradfahrer, die sich wahrscheinlich schon immer so etwas wie DCT gewünscht haben, für die so eine Technik immer Science Fiction gewesen ist, nun erleichtert das "Hand-Fuß-Gehampel" als schlechte Erinnerungen verbuchen können. Ein jeder so, wie er am Besten klarkommt, oder?
Ich finde DCT nach wie vor großartig als technische Innovation und bin sehr gespannt, wohin diesbezüglich die Reise gehen wird. Im Augenblick ist mir diese Technologie aber noch nicht ausgereift genug - ich betone: mir persönlich! Dabei will ich nicht leugnen, dass mich das Nichtschaltenmüssen für's manuelle Schalten ein bisschen versaut hat. Ich vermisse das schon. Aber sicherer fühle ich mich heuer noch, wenn ich einen Kupplungshebel habe, den ich nach gusto dosieren kann, und das ist ein an mich selbst gerichtetes Totschlagargument. Wenn ein zukünftiges DCT meinen Vorstellungen entspricht, werde ich wahrscheinlich wieder umsteigen.
Gruß
Jörg -
Zitat von tho_schmitzAlles anzeigen
Gestern habe ich eine kleine Runde gedreht und war - wieder mal - vom DCT rundweg begeistert. Ich kann mir gut vorstellen, dass für viele potenzielle Käufer das DCT ein ausschlaggebendes Argument ist (war es zumindest für mich). Also frage ich mich: warum bietet Honda das DCT nicht in viel mehr Modellen an? Genügend breit aufgestellt ist die Palette doch...
Greeetz, Thomas
DCT scheint noch nicht das große Geschäft zu sein. Zunächst einmal muss aus den Kundenköpfen das hässliche Wort "Automatik" verschwinden. Das weiß man auch im Hause Honda. Bis dahin lässt man ein paar Versuchsballons starten, im Rahmen einer Langzeitstrategie. Ein paar ausgewählte Modelle, mal schauen, wie sich das entwickelt, von den Verkaufszahlen her, die ja Rückschlüsse auf die Akzeptanz dieser Technologie zulassen, in Europa und anderswo auf der Welt, wo man sich den Aufpreis leisten kann. Läuft's gut oder gar besser, kann man die Palette erweitern und ggf. irgendwann in den nächsten Jahren den Preis sachte drücken, was ja nicht so weh tut, wenn die Verkaufszahlen stimmen.
Ich persönlich finde DCT richtig gut, ich wünsche mir, in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft unter zig Modellen auswählen zu können. Wenn die (weltweite) Kundschaft aber nicht mitzieht, könnte DCT auch irgendwann zum Nischenprodukt schrumpfen, mit den Attributen "exotisch" und "teuer". Bei Autos scheint sich in Deutschland der Gedanke ans Nicht-mehr-selber-schalten-müssen allmählich zu relativieren. Wie viele Motorradfahrer heuer wohl wissen, was DCT eigentlich ist und wie es funktioniert?Gruß
Jörg -
Zitat von LilleAlles anzeigen
Mit kommen Honda und Kawa da "wertiger" vor (okay.. die Kawa noch ein bißl mehr als die NC
)[...] bin mit meiner Versys wieder heimgefahren, denen die Yamseln das Wasser nicht reichen konnte.
Hallo Lille,
Du bist die Versys 650 gefahren, richtig? Was waren Deine Gründe, sie gegen eine NCX einzutauschen, und was hast Du für Erfahrungen mit der Maschine gemacht? Ich bin eine Zeitlang die ER-6n gefahren, die hat ja im Grunde genommen den gleichen Motor. Habe gestern auf der Versys Platz genommen, war überrascht über den Komfort, der mir schon im Stand besser gefallen hat, als auf der NCX. Hätte ich nicht mit gerechnet. Bin auch die NCX eine Weile gefahren und bin jetzt doch so neugierig geworden, dass ich eine Probefahrt mit der Versys anpeile (Tracer, egal welche, ist für mich keine Option), sie steht auf meiner Shortlist für die übernächste Saison, ggf. auch "runderneuert" oder als upgrade. In 2 Jahren kann sich ja viel tun ...
Gruß
Jörg -
Zitat von onkelferdlAlles anzeigen
Mir bleiben trotzdem 15.000 km schleierhaft, es sei denn, du wohnst im Flachland. Auf der Rügentour habe ich auch kaum Reifen gebraucht. Aber da hatte es auch kaum Kurven - allenfalls leichte Veränderungen im Straßenverlauf

edit: Es gibt natürlich welche, die fahren die Reifen runter, dass sie aussehen wie ein polierter Kinderpopo. Ich schmeiß die spätestens bei 1,5 mm Restprofil in der Lauffläche auf den Müll.
Hm. Hm. Ich wohne im Hochsauerland. Hier laufen nur die Autobahnen einigermaßen geradeaus. Aber nicht zwangsweise horizontal.
Ja nun, ich weiß auch nicht, warum sich der BT 023 einigermaßen standhaft dem Abrieb verweigert. Mein Fahrverhalten ist nur ein Erklärungsversuch. Hinten hat's noch durchschnittlich 3 mm bis zur gesetzlichen Verschleißgrenze.
Qualitätsstreuung?Gruß Jörg
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Zitat von onkelferdlAlles anzeigen
Der BT 023 war bei meiner Integra der Standard-Auslieferungsreifen. Ein durchschnittlicher Allrounder, durchaus fahrbar trocken und bei Nässe. Aber mit 7500 km war er am Mindestprofil. Das eintspricht bei meinem Fahrprofil einem Durchschnittswert. Also Durchschnittsreifen

Wie man den auf die doppelte Laufleistung bringt ohne Spaßverlust ist mir allerdings ein Rätsel...

Ich bremse mit der S nicht so besonders viel, denn aus den Kurven raus wird sie dann arg lahm. Lieber taktisch relevant ein, zwei Gänge runterschalten (Zwischengas) und mit sanftem Schwung und nachdrücklicher Beschleunigung ums Eck. Das erzeugt spaßige Schräglagen und hält den Reifen rund. Auch bin ich nicht so der Reißer am Gas. Geschwindigkeit und Gangwahl versuche ich immer so gut wie möglich an die Topographie anzupassen. Ich mag den Flow, mit einem sportlichen Touch. Das zerrt alles nicht so arg an der Kette, und das scheint den Reifen gut zu bekommen. Und so ganz langsam ist man damit auch nicht unterwegs.

Gruß
Jörg