Beiträge von -BW-


    Wenn Schutzbekleidung nicht CE-zertifiziert ist bedeutet das nicht, dass sie nicht sicher sein kann, sondern nur, dass sie nicht zertifiziert ist.
    Blöd ist es dann nur wenn eine Zertifizierung gefordert ist und nur auf Grund der fehlenden Zertifizierung und unabhängig von der trotzdem vorhandenen Schutzwirkung eine Strafe fällig wird.
    Hurra, wir sind genormt! :roll:


    Und wer denkt, die CE-Zertifizierung für Motorradschutzbekleidung und auch die ECE 22-05 für Helme wäre ein hoher Standard und Garant für maximale Sicherheit, der irrt sich gewaltig.
    Hier mal ein Beispiel für einen zertifizierten "Motorradstiefel" mit extrem dünner und flexibler Sohle, quasi null Schutz für Schienbein und Achillessehne, nur leichter Knöchelpolsterung und durch die fehlende Höhe kaum vorhandenem Umknickschutz. Ein toller Sommerschuh aber manch ein hoher Sportschuh ist vermutlich sicherer aber nicht zertifiziert. ;)
    Ähnliche Beispiele lassen sich auch für andere CE-zertifizierte "Schutzbekleidung" finden.


    Natürlich ist auch ein niedriger Standard besser als gar kein Standard und solange die Zertifizierung nur dazu dient dem Verbraucher eine Hilfe zu sein um wenigstens halbwegs sichere Bekleidung erkennen zu können finde ich das in Ordnung. Sobald allerdings dieser zertifizierte Standard im Straßenverkehr verbindlich eingeführt werden sollte wird es lächerlich!
    "Aber Herr Krad-Wachtmeister, meine Danone Süper Protection Lederkombi ist aber viel sicherer als ihr blaues Rennleiter-Kostüm!"
    "Egal, ist nicht zertifiziert, das macht dann 30 Euro!" :twisted:


    Wobei es in Deutschland ja (noch?) halbwegs locker zugeht.
    Wer in Italien mit einem offenen Klapphelm angehalten wird, der zusätzlich zur ECE-Prüfnummer für geschlossene Helme nicht auch noch die für offene Helme trägt, der hat richtig verloren.


    *HUST*


    ;)


    Schon klar! :D
    Hatte trotzdem drei davon.
    Immerhin ist die CB 500 hässlicher! :mrgreen:


    Ja, es gibt einige Kupplungen, die kein vollsythetisches Öl mögen.
    Nein, das liegt nicht am Öl sondern an der jeweiligen Kupplung.


    Wie solche Geschichten entstehen ist ganz einfach:
    Die Kupplung war vor dem Ölwechsel mit dem alten Öl schon an der Verschleißgrenze.
    Nach dem Ölwechsel rutscht die Kupplung mit dem neuen, wieder gut schmierenden Öl.
    Wer ist schuld?
    Natürlich nicht die verschlissene Kupplung, das böse Öl war's! :roll:


    Anderes Beispiel:
    Habe mal bei einer XJR ein Dynojet-Vergaserkit eingebaut. Nach dem Einbau lief der Motor deutlich besser, hatte spürbar mehr Drehmoment und vermutlich auch mehr Leistung.
    Leider rutschte nach dem Einbau die Kupplung im letzten Gang.
    Was war schuld? Das teilsynthetische Öl oder das Dynojet-Kit?
    Richtig! Die Kupplung war's! :)


    Eine ordentliche und nicht verschlissene Ölbadkupplung verträgt alle Öle, die die Norm führ Ölbadkupplungen erfüllen: JASO MA/MA2!

    Der Begriff "Leichtlauföl" ist weder geschützt noch gibt es eine Norm, die spezifiziert, was ein Leichtlauföl sein soll!
    Daher gibt es sogar Mineralöle unter den Motorradölen, die vom Hersteller als Leichtlauföl bezeichnet werden, was genau nichts aussagt.


    Bei Auto(!)ölen versteht man unter Leichtlaufölen i.d.R. Öle mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität (meist 0W- oder 5W-) und speziellen Reibverminderern, was gerade in der Kaltlaufphase und im Kurzstreckenbetrieb den Spritverbrauch senken soll.


    Ein Motorrad(!)öl, das die JASO MA/MA2 erfüllt ist ausdrücklich für Ölbadkupplungen geeignet, was die Verwendung von speziellen reibvermindernden Additiven zum Spritsparen quasi ausschließt.