Beiträge von Ritzelschleifer

    Nein, nicht aufregen. Grundsätzlich ist die NC sehr robust, nur nimm das Thema nicht auf die leichte Schulter. Besser 'haben', als 'hätte'. Wenn der Schaden da ist, wird es viel teurer. Insofern ist die Wartung nämlich ein bisschen wie eine Versicherung: eine Wette auf die Zukunft.


    Und: bitte spare beim nächsten Beitrag nicht mehr an den Satzzeichen und Absätzen :D Das vereinfacht das Lesen ungemein.

    Deshalb bin ich beim Gebrauchtkauf mehr als vorsichtig.


    Ich verstehe es auch nicht recht: auf der einen Seite werden zig Tausend Euro für ein Motorrad ausgegeben, welches dann auch nur meist zum Spaß im Hobbybetrieb genutzt wird. Auf der anderen Seite wird versucht bei der Wartung, wo auch immer möglich, ein paar Euro zu sparen. Das fängt beim Öl an und hört beim hinauszögern der Intervalle für den Bremsflüssigkeitswechsel noch lange nicht auf. Für mich ist die Verhältnismäßigkeit nicht nachvollziehbar. Entweder kann ich mir das Hobby Motorrad leisten oder eben nicht. Wenn ich dagegen auf ein Fahrzeug dringend angewiesen bin, mir eine NC aber nicht wirklich leisten kann, dann muss es halt was Kleineres tun. Der Markt ist riesig.


    Ich persönlich bringe mein Motorrad (und auch mein Auto) regelmäßig zum Händler zur Wartung. Ja, das kostet Geld. Aber ich habe dabei das gute Gefühl und Sicherheit, dass sich ein Fachmann um mein Motorrad kümmert und es technisch in Ordnung ist (schließlich hängt da im Zweifelsfall mein Leben dran). Zudem halte ich es für eine Grundvoraussetzung in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, dass der Händler und seine Angestellten auch ihren Lebensunterhalt verdienen können. Alle Wartungsverweigerer sind doch sicherlich auch dankbar, wenn die Kunden zu Ihnen als Profis kommen und so zu ihrem Lebensunterhalt beitragen.

    Nachdem ich befürchtet hatte, dass sich dieses Jahr gar keine mehrtägige Tour mehr ausgeht, habe ich nun mit dem 24.-28.8. doch noch ein kleines Zeitfenster gefunden. Wir, d.h. meine Freundin und ich, müssen immer ziemlich genau um unsere Jobs herumplanen. Da sie nicht mitfahren würde, muss ich daher zudem zusätzlich zu unserem gemeinsamen Urlaub ein Zeitfenster finden.


    Umso mehr freue ich mich. Jetzt stellt sich die Frage wohin. Ich will nicht ewig Sehenswürdigkeiten besichtigten, sondern nur von früh bis Abend fahren. Bei 5Tagen habe ich also gute 2000km. Ich denke ich plane mal Richtung schweizer, italienische und zurück über französische Alpen.


    Oder nehme ich den Roller?! 8-)

    Ich empfinde die Soziustauglichkeit der NC X als eher bescheiden. Meine Freundin (Größe: 1,65m; Gewicht: leicht ;)) sagt zwar, dass es für normale Strecken passt, aber eine Urlaubsreise würde ich nicht antreten wollen. Die Rasten von Fahrer und Beifahrer sind zu nah aneinander angebracht. Vielleicht liegt es an meinen großen Füßen, aber wenn ich auf den Ballen stehe, dann touchiere ich schon die Fußspitzen des Sozius. Zudem verändert sich mE das Fahrverhalten deutlich zum Negativen. Die NC ist dann trotz leichter Sozia für mein Empfinden extrem kippelig und recht instabil in der Kurve. Auch würde ich mir etwas mehr Abstand zwischen Fahrer und Sozia wünschen, es wird doch arg eng zu zweit.


    Die Motorisierung dagegen reicht immer noch locker aus - auch zu zweit ist man alles andere als ein Verkehrshindernis.

    Es gibt einen neuen, kleinen Begleiter im Fuhrpark. Ich habe ja immer mal mit Rollern geliebäugelt und auch einige zur Probe gefahren (ein paar davon habe ich hier auch kurz vorgestellt). Los ging die Begeisterung erst im vergangenen Jahr, als ich im Rahmen der Inspektion meiner NC einen Vision 110 als Leihfahrzeug bekommen habe. Aus "Oje, was für ein Mist. Warum haben sie mir nicht ein richtiges Zweirad gegeben?!" wurde nach ein paar km "Mensch, was macht das für einen Spaß - warum habe ich nicht schon früher einen Roller für Alltag und Stadt gekauft?!". Gesteigert hat sie sich dann mit den vielen Probefahrten und vor allem im diesjährigen Urlaub in den "Mopedländern" Vietnam und Kambodscha.


    Heute war es dann soweit und ich habe Nägel mit Köpfen gemacht: sicher ist ein SH300 schneller und ein X-Max 400 bequemer und bietet mehr Windschutz, aber für 12km Arbeitsweg reichen auch 9PS und fahrradähnliche 100kg. Mit so einem wendigen und leisen Roller zieht man auch nirgends böse Blicke auf sich, wenn man mal über den Fußweg abkürzt und einen Parkplatz gibt´s auch überall. Zudem ist die Verarbeitung ordentlich, da wackelt und klappert nichts. Sogar das geniale Start-Stopp-System hat er ab diesem Modelljahr bekommen. Nur eine große Scheibe kommt noch ran, das war`s. Und was kostet der Spaß? 1900Euro neu. Da bezahlt manch einer mehr für das Elektronikpaket seiner GS 8-)


    Die Kehrseite: mit dieser Anschaffung wird die Laufleistung der NC dann schlagartig um ein paar Tausend km im Jahr sinken :D

    Ich habe einen günstigen, glaube so ca. 50Euro, Jet-Helm von Nexo. Ich persönlich würde nichts anderes mehr fahren als einen Jet-Helm: auf- und absetzen geht als Brillenträger hervorragend, das Sichtfeld ist komplett frei und er ist luftig (im Winter mit Sturmhaube auch kein Problem). Die höhere Lautstärke erledigt sich mit den Alpina-Ohrstöpseln. Das die Schutzwirkung aufgrund des fehlenden Kinnschutzes deutlich schlechter ist, als bei einem Integralhelm ist mir bewusst. Für die genannten Vorteile gehe ich das Risiko aber ein.

    Ich war am Samstag und gestern je ca. 200km bei uns im Hochschwarzwald unterwegs: in der Ecke um`s Wiedener Eck, Todtmoos, Badenweiler und Gersbach. Ein einziges Kurvenparadies. Ich weiß gar nicht mehr, weshalb ich immer mal darüber nachgedacht habe die NC auszutauschen. Sie ist zwar nicht die handlichste und kurvengierigste, aber dafür liegt sie sehr stabil und vermittelt viel Vertrauen. Der in jedem Drehzahlbereich kräftig anschiebende und mit 3,5l sparsame Motor sowie das perfekt funktionierende DCT begeistern mich jedes Mal auf´s Neue. Der Kopf ist immer frei und die Konzentration liegt auf der nächsten Kurve und nicht auf Kupplungshand und -fuß. Die seit 1500km aufgezogenen Michelin Pilot Road tun ihr übriges. Der beste Reifen, den ich bislang hatte: kein Rutscher bis auf die Raste, gute Eigendämpfung, null Aufstellmoment beim bremsen in Schräglage.


    Dazu ist die NC mit Gepäckfach, Handprotektoren und großer Puig-Scheibe mit Palmer (endlich keine Fliegenleichen mehr auf dem Visier) nun auch komfortabel genug für den täglichen Arbeitsweg. Nur der Wetterschutz für die Beine ist systembedingt leider nichts und etwas mehr Komfort auf miesen Straßen wünsche ich mir.


    Diese Ode an die NC musste mal sein :D


    Ja, er hat schon `nen dicken Hintern.


    Ich spekuliere und hoffe ja darauf, dass Honda 2018 auf der EICMA den überarbeiteten Forza 300 vorstellt: Design und Ergonomie auf Basis des 125er, Motor vom SH 300. Der aktuelle Forza 300 ist nicht auf Euro4 aktualisiert und Designmäßig sehr stark an den pummeligen Formen des PCX125 angelehnt. Zudem ist er für europäische Maße zu beengt und mir persönlich in der Sitzposition auch zu Choppermäßig.


    Hatte ich eine Seite vorher schon erwähnt: tolles Bike.


    Yamaha hat wie vermutet den X-Max 400 überarbeitet: mitten in der Saison und nicht auf der EICMA 2018 überrascht mich zwar, aber was soll`s. Das Chassis ist 1:1 vom mit Lob überschütteten X-Max 300 übernommen. Nur der Radstand wurde etwas verlängert, um den größeren Motor aufnehmen zu können. Eine gute Entscheidung, wie ich finde. gestern saß ich noch auf dem 300er Probe (leider keine Probefahrt möglich). Mit 1,88m ausreichend Platz (aber nicht so viel wie beim 125er Honda Forza), straffes und gut geformtes Sitzpolster, aufrechte Position mit Überblick. Die Trittbretter erlauben auch eine aktive Beinhaltung. Verarbeitung und Oberflächen sind hervorragend.


    Da fällt die Wahl schwer: der 300er dürfte mit 179kg handlicher und wendiger sein, der 400er mit 210kg systembedingt etwas unkomfortabler und dafür gelassener aufgrund des größeren Motors.


    https://www.yamaha-motor.eu/de…ooters/sport/xmax400.aspx

    Ich war mal wieder zur Probe Rollerfahren. Je öfter ich fahre, umso mehr gefallen mir die Vorzüge des CVT, des Wind- und Wetterschutzes und vor allem der entspannten Sitzposition.


    Geplant war es nicht. Ich hatte in der Mittagspause etwas Zeit und bin beim Honda-Händler in Offenburg gewesen. Dort stand auch ein 125er Forza. Nachdem ich ihn mir etwas genauer angesehen hatte, kam gleich der Verkäufer und fragte, ob ich eine kleine Runde drehen will. Aber gern, 30min habe ich. Also Jacke und Helm ausgeliehen und los geht´s. Kurz zusammengefasst: 5000Euro ist eine Menge Geld für einen 125er, aber der Gegenwert stimmt. Die Sitzposition ist an europäischen Maßstäben entwickelt. Mit meinen 1,88 sitzt es sich sehr bequem mit fast ausgestreckten Beinen und dabei dennoch nicht sofamäßig, sondern aufrecht mit Überblick. Aufgrund der langen Trittbretter kann man die Beine auch recht stark anwinkeln und noch etwas aktiver sitzen. Das Sitzpolster ist straff, aber gut definiert mit Rückstütze. Der Sozius sitzt - gerade im Vergleich zum kleinen Sitzbrötchen der NC, königlich. Der Stauraum ist riesig: zwei Integralhelme und zwei Jacken passen rein.


    Das Fahrwerk ist das Beste, was ich bislang im Rollerbereich gefahren bin. Es hängt sicherlich mit den rel. kleinen ungefederten Maßen des 125er-Motors zusammen, dass es ungemein agil, wendig und dennoch komfortabel ist. Auch bei fiesen Fahrbahnkanten gibt es keine harten Schläge in den Rücken, wie z.B. beim X-Max 400. Der Kleine wiegt 159kg - das Gewicht ist aber nicht zu spüren, recht große 15"/14"-Räder sorgen zudem für Stabilität. Der Motor selbst ist ein Leisetreter und Nullvibrierer, wie ich das mag. Die Vario hat beim anfahren eine leichte Verzögerung, agiert sonst aber nahezu ohne Verzögerung. 80km/h stehen ruckzuck auf dem Tacho. Mangels geeigneter Straßen bin ich nur bis 110km/h gekommen, aber es wäre noch etwas gegangen. Selbst mit 15PS ist man sicherlich kein Verkehrshindernis, sondern kann locker mit schwimmen und sogar bei 80km/h zum zügigen überholen ansetzen.


    Für alle, die keinen großen Motorradführerschein haben, aber ein flottes, sehr komfortables und dabei sparsames - der sicherlich nicht langsam gefahrene Vorführer hatte nach 850km einen kumulierten Verbrauch von 2,4l - Bike für Pendelei und Touren wollen, können mit der Suche aufhören. Wenn man es gern gemütlich angehen lässt, ginge mit dem Kleinen auch die ganz große Tour, 450km Reichweite sind auch ein Wort. Der Preis relativiert sich mit der gebotenen Qualität der Oberflächen, Ausstattung und Verarbeitung.