Beiträge von onkelferdl


    Inzwischen ist es ja kein Geheimnis mehr, dass ich mit Ulrichs Ausführungen nur wenig Gemeinsamkeiten habe. Die Aussgen sind in ihrer Pauschalität für mich schon sehr abenteuerlich: Soziale Marktwirtschaft mit Monopoly und dem bitteren Ende des Spiels für alle Beteiligten bis auf den Sieger zu vergleichen nötigt mir ja noch ein Schmunzeln ab.


    Aber dann zu behaupten, dass die Riesterförderung durch die Versicherungsgebühren aufgefressen wird ist schon mehr als abenteuerlich. Dass die Zilmerung bei sofortiger Wertstellung die komplette Versicherungsansparung in den ersten 2-3 Jahren auffrist, darüber kann man ja noch kontrovers diskutieren, aber mit der Verteilung über die Laufzeit fällt sogar hier der Kritikpunkt weg.


    Sollen die Versicherungen denn Ihre Dienstleistung aus reiner Menschenfreude leisten? Kosten scheinen im Überlegungsschatz des Schreibers ja wohl überhaupt keine Rolle zu spielen. Ich würde vorschlagen, dass jeder die Versicherung meidet und selbst anspart und guckt, wie er seine Risiken daraus deckt. Ach Scheiße, den Banken kann man ja auch nicht trauen. Also bleibt uns ja noch das Kopfkissen, denn einen Safe kann sich der Unterdrückte und von allen Institutionen über den Tisch gezogene deutsche Normalstaatsbürger auch nicht leisten.


    Oh je, die Rentenversicherung - immer weniger wird die. Stimmt, aus deren Fundus bediente sich der Staat leider auch - schon bei allen Regierungsfarben. Nur dass auch da Kosten eine Rolle spielen scheint von den Kritikern immer wieder verdrängt: Verdammter Mist, wieso wird die denn weniger - armes Volk - immer weniger zahlen ein, da muss es doch funktionieren, dass man genauso viel wie früher bekommt. Na gut, früher mußten die auch bis 65 schuften, um dann mit 70 bis 75 Jahren sich aus dem Bezug zu verabschieden. WIr schaffen das sogar bei durchsnittlicher Lebenserwartung bis 80 Jahre und einer Senkung des Rentenalters auf 63. Mathematik? Wozu? Alles Mist, Betrug, die armen Leute. Hätten die ab den 70er Jahren doch weniger sich selbstverwirklicht und mehr Kinder in die Welt gesetzt, dann würde die Rechnung aber immer noch nicht aufgehen. Hohe Gesundheitskosten - auch wieder diese bösen Versicherungen. Nur wer rennt denn wegen jedem Wehwehchen zum Arzt und freut sich, dass in jedem Kreiskrankenhaus ein MRT und all die schönen teueren Sachen stehen, die bezahlt werden müssen? Kosten - was ist das? Aber die Versicherungen sind schuld - sind ja auch Großkonzerne - das diabolische an sich.


    Ich könnte jetzt seitenweise so weiterschreiben, aber um diese Zeit überkommt mich die Lust auf's Abendessen.


    Abschließend noch ein Konsens: Die Schweiz macht es bei der Rentenversicherung in meinen Augen richtig: Die verpflichten alle Eidgenossen zur Rentenzahlung in ein System. Das könnte mir gefallen, denn dann wären die Beamten mit ihrem Sonderstatus endlich mal aus dieser Rolle raus. Beim Staat spielen Kosten und Kostenbewußtsein ja diesbezüglich keine Rolle.


    Und back to topic: Wenn ich die griechischen Rentner so ansehe mit Weihnachts- und Urlaubsrente zusätzlich - dort anscheinend auch nicht. Man hat es ja dicke.


    und wech - mampfen :D


    Muss das nicht richtigerweise "mit Muschi polieren" heißen?


    Ganz schlechte Idee: Was glaubt ihr, wie das ausschaut, wenn die dort anfangen sich zu zoffen!

    In den Ministerien sitzen eigentlich schon Ministerialdirigenten, die wissen sollten, wie die Sachebene läuft. Die sollten mit ihrem Stab im Rücken schon richtig beraten können. Nur, der Ober (sprich Minister) sticht eben den Unter. Und noch nicht mal der nur Teilkundige Minister kann wie er will: Parteiraison, Lobbyisten, Machterhaltungstrieb sorgen dafür, dass wir in den Politischen Entscheidungen von einem faulen Kompromiss in den nächsten hüpfen.


    Dafür funktioniert das Ganze ja noch nicht mal ganz grotenschlecht [FACE WITH STUCK-OUT TONGUE AND WINKING EYE]

    Für mich ist es schon interessant, wie linksschief mancher in Überzeugung denken kann. Ich bin froh, dass die Unternehmen alle Anstrengungen unternehmen um Arbeitsplätze zu sichern und damit die Volkswirtschaft am Funtkionieren zu halten. Ich finde unsere Art von Lohndumping ausgesprochen gelungen, zählt Deutschland doch zu den Hochlohnländern mit einem der höchsten Lebensstandards weltweit. Ich verkenne dabei nicht, dass es auch Schattenseiten der Wirtschaft, sprich Verlierer im In- und Ausland gibt. Unkenrufe und Weltuntergangstheoretiker wird es immer geben. Wenn ich mich zurückerinnere, dann bin ich mindestens schon fünfmal (seit ich wirtschaftswissenschaftlich gebildet wurde) in die Wirtschaftsanarchie gefallen. Ich bin mir sicher, dass mir das in meinem Leben erspart bleibt.


    Wenn nun in der Politik auch so professionell gearbeitet würde wie in der Wirtschaft, wo entsprechend ausgebildete Leute am Ruder sind, dann wäre mein Glück kaum noch zu steigern. Dort sind aber überwiegend Fachfremde am Werk, weil man ja als Beamter (hoher Anteil) sich auf der Bühne berufsrisikolos bewegen kann. Unter diesen ist auch noch ein hoher Lehreranteil, die von Berufs wegen wortgewaltig aufgestellt sind und in der Lage, damit Wählerstimmen zu gewinnen. Dazu noch paar Rechtsanwälte, die auch wieder schnell in ihre Kanzleien einsteigen können ( auch wortgewandt). Nur Politologie und VWL sind bei dieser Gruppe nicht die bevorzugte Ausbildungsgrundlage. Mit Akzeptanz dieser "Professionellen" habe ich eher meine Probleme und meine Befürchtungen....


    Und Griechenland? Die müssen eben langsam aufhören Geschenke zu verteilen. Dann wird das schon - auch wenn's auf der Zeitachse liegt.

    Schon nicht einfach, die Volkswirtschaft. Trotzdem Deutschland eben nicht ausschließlich auf Export setzt (würde heißen, es gäbe Kaum Inlandsmarkt), ist halt der Markt außerhalb des geographisch kleinen Deutschlands eben doch größer. Wer dies nicht in Betracht zieht nimmt in Kauf, dass im Inland massiv Arbeitsplätze wegfallen und damit auch die Kaufkraft wegbricht. Wer soll all den Sozielklimbims dann zahlen? Die armen dann entstehenden Arbeitslosen. Wieviel hatten wir mal? So 5 Millionen. Um diese Zahl währen wir dann echt froh.