Ich habe ja keine NC, aber trotzdem, von einigen wenigen Ausnahmen (bescheidene Erstausrüsterqualität) abgesehen fahre ich meine Ketten so zwischen 50 000 und 75 000 km.
In den letzten 10-15 Jahren ist die Qualität der Erstausrüster Ketten auch bei den Japanischen Motorrädern nach unten gegangen. Das sehe ich auch im Bekanntenkreis. Einer meiner besten Freunde ist mit der ZZR 1400 über 65 000 km mit der ersten Kette gefahren, dann hat er das Motorrad verkauft. Bei seiner dafür angeschaffte MT-09 hielt die erste Kette dann nur 20 000 km. Die dann von mir verbaute DID ZVMX2 war dann nach 45 000 km noch drauf als er die MT gegen eine neuere MT-09 getauscht hat.
Mein ersten CLS Testmotorrad war eine ZX-9R da hielt die erste Kette 75 359 km.
Die Regina Kette auf meiner alten MZ 1000S war nach 2700 km völlig hin. Ich habe in den Fettkammern der Kette kein Fett gefunden, ich tippe auf Produktionsfehler. Die dann verbaute DID Kette hielt etwas über 50 000 km. Dann habe ich sie bei Ölversuchen kaputt gefahren. Die aktuelle Kette auf der Emme dürfte mitlerweile wieder so 50 -60 000 km drauf haben, so genau weiß ich es nicht, da ich einige jahre ohne funktionierenden Tacho gefahren bin.
Die orig. Regina Kette auf meiner Nuda, war nach 20 000 km fertig, die dannach verbaute DID ZVMX hat über 55 000 km drauf, ist noch gut. Die eigentlich eher lumpige CZ Kette auf meiner 890 Duke hat jetzt fast 40 000 km gelaufen und ist noch gut.
Mein Ing. ist mit seiner damaligen ZZR 1100 über 84 000 km mit der ersten Kette gefahren. Auf solche Distanzen braucht man so um die 35 000 km mal ein Ritzel. Das dreht sich etwa 3,5 mal so oft wie das Kettenrad undda wird ja auch die ganze Kraft übertragen. Da sich bei Ölereinsatz bei einer guten Kette diese nicht ungleich längt kann man das Ritzel einzeln tauschen, wenn es mechanisch abgenutzt ist.
Wie nicht anders zu erwarten fahre ich alle Motorräder mit CLS EVO Plus Systemen, keine Sauerei, lange Lebensdauer und vor allem keine Arbeit wenn man unterwegs ist.
Beiträge von Hobbit
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Bei mir kostet die Montage 200 Euro plus Material.
Klar istdas Werbung, nur wenn ich sehe, wie manche Öler verbaut sind, krieg ich zustände. man kann das doch völlig dezent machen, kostet 30 Minuten mehr zeit, dafür ist es halt schön. Vielen ist aber gar nicht bewusst, das man einen Öler nicht sehen muss.
Im übrigen kann man Öler anderer Hersteller auch unauffällig verlegen, wenn man weiß wie. Mit den Bildern dürfte das jetzt bekannt sein.
Allzeit gute FahrtHeiko
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Das darfst Du Dir nicht so komplex vorstellen. Wenn Du merkst, dass die Ölleitung nicht mehr da ist wo sie sein soll, dann kannst u sie wieder auf Position biegen. Da ist ein rechteckiger Stahldraht verbaut, das ist nicht das Problem. man sollte ihn halt nicht zu oft verbiegen, sonst ist die Spannung raus und dann hällt er die Position nicht mehr.
So verlege ich die Ölleitung. Damit ist sie praktisch nicht zu sehen. Im Bereich des Schwingendrehpunktes ziehe ich einen schwarzen Geflechtschlauch über (ist im Kit dabei), das ist für die Optik und isoliert die Leitung etwas wegen der Motorabwärme. -
Ja natürlich ändert aber nichts daran dass viele nach gar nichts schauen.
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Mindestens 30% aller Kunden, die zu mir kommen haben zu wenig Luft in den Reifen, teilweise mehr als 1 baz zu wenig. Du meinst die schauen dann nach der Düse vom Öler?
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Na ja, würde die Messe der Mechaniker mitdenken oder mehr Ahnung auf dem Gebiet haben könnte man das Mopped einfach in die Werkstatt geben...
Ich empfehle dringend die Ölleitung vor dem Radausbau aus der Klemmung des halteblocks zu nehmen. macht man das nicht verbiegt man beim Radeinbau die Ölleitung. Dann sitzt die Düse nicht mehr sauber am Kettenrad und ist eventuell gar nicht mehr am Kettenrad anliegend oder völlig verspannt. Wenn sie verspannt am Kettenrad anliegt schiebt sie sich beim Rückwertsschieben richtung Kette. Wenn man dann los fährt klemmt die Kette beim Auflaufen auf das Kettenrad die Düse ein und zieht sie aus der Ölleitung.
Das passiert relativ oft. Daher immer die Ölleitung aus der Halterung nehmen. Nach meiner Erfahrung machen das die wenigsten Mechaniker.
Howards
Einfache Lösungen für komplexe Probleme funktionieren meist halt nicht gut.
Allzeit gute FahrtHeiko
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Bei Temperaturen bis etwas über 0°C spielt die Zeit auch keine Rolle. Darunter wird es aber relevant. Das Öl wird immer zäher und die Pumpe braucht um einen Hub zu volenden immer länger, da sie gegen die zähe Ölsäule drückt. Daher steuern wir die Spule der Pumpe ab bzw. unter einer bestimmten Temperatur immer länger an, damit der Hubvorgang abgeschlossen wird.
Da die Masser der Motorradfahrer bei niedrigen Temperaturen eh nicht fährt ist das selten wichtig. Allerdings hat man in der Bergen auch früh oder abends schon mal sehr niedrige Temperaturen obwohl es tags über schön warm ist. -
Thomas
Ja die Videos, das ist nicht so meine Welt, ich versuche da gerade dran zu arbeiten, da kommt demnächst was nach.
Die falsche Düsenposition kommt daher, dass die leute die Bedienungsanleitung nicht lesen, da ist das sehr genau bebildert und beschrieben. Das Anbauvideo von der 700er Tenere ist doch schon besser und da zeige ich das mit der Düse auch noch sehr genau.
Unser System arbeitet völlig unabhängig von der Außentemperatur. Wir dosieren über eine Hubkolbenpumpe die funktioniert v0n -20°C bis 65°C. Wir haben auch nr ein Öl. Pumpensysteme haben normalerweise ab etwas über 0°C eine Problem. Das Öl wird so zäh, dass der Vördervorgang in der normalen Ansteuerzeit der Pumpe nicht abgeschlossen wird und so das System die Kette nicht mehr schmiert. Wie haben eine Temperatursteuerung eingebaut, die bei niedrigen Temperaturen die Pumpe entsprechend länger ansteuert, damit der Kolben das Öl fördert. Bei 20°C braucht die Pumpe etwa 1/4 Sekunde zum Fördern des Öltropfens, bei -20°C sind es etwa 20 Sekunden. -
@Jrs NC
Wenn Du zufrieden bist, dann ist alles gut. Ich lass auch jedem das seine, da bin ich tiefenenspannt und wer mich kennt weiß, dass ich bestimmt nicht arrogant bin.
Ich bin nur schon 23 Jahre in dem Geschäfft und in der Zeit habe ich hunderte von günstigen Systemen ausgebaut und ersetzt. Die Leute waren alle mit der Funktion nicht zufrieden. Einige kannten nichts anderes, die meisten wollten aber nicht so viel Geld ausgeben, aber hatten eine hohe Erwartung an das Produkt, was die Bedienung und den Abwurf angeht. Ich habe gerade an eine V Strom 800 einen CLS EVO Plus verbaut. Der hatte vorher auch einen Scottoiler und hat ihn wieder raus geschmissen.
Wer mit den günstigen Lösungen leben kann, dem soll es gegönnt sein, nur man muss wissen, dass eine sparsamme und saubere Dosierung damit nicht funktioniert. Dazu muss man sich nur den Ölverbrauch der einzelen Systeme ansehen. -
Es wird so viel Zubehör ans Mopped gebaut, Blinker. Hebel, Abdeckungen, Auspuffanlagen..., das kostet in Relation alles deutlich mehr als ein guter Öler, da spielt bei der Masse der Leute das Geld aber dann nicht die Rolle.
Was nutzt es was billiges zu kaufen, wenn man damit nicht zufrieden ist? Dann kauft man das nächste System oder schmeißt ihn ganz raus. Das hat sich dann finanziell auch nicht gelohnt. Wer billig kauft, kauft zwei mal.