Richtig bremsen

  • #1

    Durch das combined Abs wirkt der Bremshebel vorne auf 2 Kolben des Bremssattels vorne. Zusätzlich wirkt die Fussbremse über ein Verzögerungsventil auf einen weiteren Kolben vorne.
    Die Fussbremse wirkt über das Pcv auf das Hinterrad.


    So weit so gut.


    Bremse ich nun nur vorne, geht das Abs auch nur vorne an - klar!
    Bremse ich nur hinten, geht das Abs nur hinten an. Offenbar damit der Fahrer nun aus Hand und Fussbremse die Verteilung bestimmen kann.


    Und nun die Frage dazu:
    Wie wende ich Hand und Fussbremse richtig an!

    Gruss Klaus

  • #2


    Denkfehler Klaus!


    Auch wenn Du nur den Fußbremshebel betätigst, geht bei einer drohenden Blockade des Vorderrades das Ventil auf und nimmt den Bremsdruck vom Kolben des Vorderrades. Das ABS wirkt auch vorne, wenn Du den Fußhebel betätigst.


    Richtig bremsen?? Das geht Richtung Philosophie und endet in endlosen Diskussionen. Ich denke, für's tägliche in der Stadt reicht der Fußhebel. Geht's zügig über Land, brauche ich auch den Hebel vorne. Wenn's richtig zur Sache geht, brauche ich den hinteren gar nicht, weil ich mit den Füßen in der Ballenstellung bleibe.


    Guten Rutsch


    Knut

  • #3

    Zu 99% Handbremse, bei kniffligen Situationen (rutschige Fahrbahn) Fußbremse zusätzlich bis hauptsächlich nutzen... . Patentrezepte gibt es da nicht, weil es auch keine Patentfahrbahn gibt, man könnte aber verschiedene Untergründe trainieren.
    Wichtig ist auch, zu lernen, die Fahrbahn zu "lesen", um sich auf den Untergrund einstellen zu können!
    Vorteillig für mich sehe ich, schon ewig MTB zu fahren. Da lernt man zwangsläufig das bremsen! Und schon ewig mit Scheibenbremsen. Die beste Verzögerung gibt es am Vorderrad, daher halte ich es für fahrlässig, regelmäßig nur hinten zu bremsen. Wie oft kommt es vor, dass man nachregeln muss, weil plötzlich der Vordermann stark bremst - hinten geht dann nichts mehr... .


    Fazit: Erst wenn man mit der Vorderbremse gescheit umgehen kann, kann man auch die Bremse hinten gezielt und effektiv einsetzen - und mal auf die vordere verzichten!

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous ()

  • #4

    Hi Knut, das das Abs immer funktioniert ist klar, kann man auch so dem WH Honda Kapitel 19 entnehmen.


    Ich will aber bsp. Vorne und hinten 80% der maximal möglichen Verzögerung erreichen. Und nicht vorne 90% und hinten 30%


    Im Sicherheitstraining lernt man hinten zu bremsen um zu stabilisieren. Deshalb auch das Verzögerungsventil von der Fussbremse nach vorne.


    Ich möchte wissen, was sich Honda gedacht hat!


    Guten Rutsch

    Gruss Klaus

  • #6

    Hast Du mal bei schneller Fahrt voll mit dem Fuß zugetreten? So richtig voll?


    Mach' das mal bei trockener und nasser Fahrbahn - dann merkst Du selber, wie die Bremskraft sich vorne und hinten je nach Fahrbahnverhältnis unterschiedlich verteilt.
    Gehört eigentlich zum Standardrepertoire beim Sicherheitstraining....


    Knut

  • #7


    Das ist ja nicht falsch! Bei Gefahrbremsung mit ABS aber auch beide Bremsen voll betätigen! Normal aber immer mehr vorn wegen der besseren Verzögerung! Da brauchts ja hinten keine Stabilisierung.

  • #9

    Oh Lieblingsthema :dance:
    normal hat Didi recht alte Schule nur Honda macht uns es mit dem Combi-ABS echt leicht.
    Klaus ich erklär was es uns bringt.
    Knut sagt auch richtig "wenn es vorne mit der einen Zange auch überbremsen würde täte das ABS auch dies regeln, ganz klar richtig.
    Aber das lapidare Bremsen nur hinten könnte gerade in der Stadt schnell mal zum Verhängnis werden, bitte dann auch vorne bremsbereit :!: sein.
    Nun zur NC, wir haben den Luxus das das Anbremsen vor und in der Schräglage sehr gut mit der Fußbremse funktioniert. Zuerst wird hinten verzögert mit dem positiven Nebeneffekt das sich das Motorrad streckt und daher ohne abrupte Lastwechsel gleichzeitig mehr Gewicht nach vorne verlagert. Die Bremswirkung der einen Zange vorne, baut dann gerade soviel Bremsdruck auf um die Achslastverschiebung nach vorne zu nutzen und passend zur Schräglage das meiste Gewicht auf dem Vorderrad zu haben.
    Sollte die Straße dann immer noch zu kurz sein, bitte gefühlvoll mit der Vorderradbremse zubremsen und gleichzeitig hinten nachlassen, da wir nicht beide Bremshebel im Hirn perfekt dossieren können.
    Das gilt nicht für die Gefahrenbremsung auf gerader Strecke, da bitte alle Register ziehen, auch die Kupplung und halten, das ABS regelt hier für uns und sorgt für den kürzesten Bremsweg.
    Die Offroader würden sich wohl mal wünschen nur hinten bremsen zu können, aber im Gegensatz zur BMW Integralbremse bei der nur durch den Vorderradbremshebel hinten mitgebremst wird haben wir eben den Luxus gleichzeitig beim Anbremsen Ruhe in das Fahrwerk zu bekommen. Also mit der NC Kurfen anbremsen, am besten mit der Fußbremse oder eben bei der Integra mit dem linken Bremshebel.

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