NC750.de – dein Portal für die Honda NC-Serie

Die „New-Concept“-Klasse von Honda – NC700 und NC750

Erstmals vorgestellt Ende 2011 und ab Anfang 2012 in den Regalen der Händler präsentieren sich die Modelle der NC700er-Reihe von Honda als Mittelklässler-Bikes mit größter gemeinsamer Schnittmenge. Hinter dem Konzept stehen unter anderem etliche Marktstudien der Japaner, in deren Zentrum eben nicht Spezialinteressen von Zweirad-Fans standen. Herausgefunden werden sollte vielmehr, in welchen Punkten sich die meisten Motorrad-Piloten einig sind. Das Ergebnis ist eine Plattform für ein Volks-Motorrad mit genau den Features, die an die am häufigsten vorkommenden Fahrsituationen angepasst sind.

Anschaffung, Unterhalt, Wartung, Verbrauch – günstig!

Ein Knacker dabei ist sicher, dass es den Ingenieuren zudem gelungen ist, eine optimal aufeinander abgestimmte Konstruktion hinzulegen, die günstige Fahreigenschaften mit Sparsamkeit kombiniert. So ist ein ausgewachsenes Motorrad mit immerhin 670 Kubikzentimetern Hubraum zustande gekommen, das dennoch ab knapp 6.000 Euro ausgeliefert werden kann. Geringe Unterhaltskosten, lange Wartungsintervalle sowie ein vorbildlich niedriger Verbrauch tun das übrige dazu, die Modelle der NC700er-Serie zu den günstigsten Vertretern ihrer Klasse zu machen.

A2-Führerschein-kompatibel

Damit möglichst viele Biker diese Vorteile genießen können, hat Honda sich dazu entschlossen, die Leistung der NC700er auf 48 PS zu begrenzen. Daher können sie auch von Inhabern der im Jahre 2013 neu geschaffenen Einstiegs-Motorradfahrerlaubnis A2 bestiegen werden. Das soll natürlich Führerschein-Neulinge anziehen und ihnen die Möglichkeit geben, schon mit dem ersten Bike in die Adult-Klasse einzusteigen.

Motorrad-Baukasten für Alltagsanforderungen

Um das alles zu erreichen, hat Honda den NC700-Baukasten auf eine standardisierte Grundlage gestellt. Motor, Rahmen, Gabel, Schwinge und Bereifung sind bei allen Modellen gleich. Herzstück ist freilich immer der Parallel-Twin mit deutlich nach vorne geneigten Zylindern im Stahlrohr-Gitterverbundrahmen. Auffällig hier ist, dass er sein maximales Drehmoment von 60 Nm schon bei 4.750 U/min erreicht. Das heißt, die NC700er sind optimiert auf Durchzug im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Salopp formuliert kommen sie kraftvoll in die Pötte und bieten den vollen Fahrspaß bei moderaten Geschwindigkeiten. Oben, da wo fette PS-Mayer noch mal richtig aufdrehen, sind die Maschinen der NC700er-Serie jedoch gleichmütig. Auch hier ging es wieder darum, den Anforderungen entgegen zu kommen, die in der alltäglichen Praxis überwiegen.

ABS serienmäßig, DCT möglich

Dass die NC700er auf Kostengünstigkeit getrimmt sind, hat Honda nicht dazu verleitet, an Sicherheitsstandards zu sparen. Zwar sind vorne und hinten nur Einscheibenbremsen mit Doppel- beziehungsweise Einkolbenbremszange verarbeitet. Das Zusammenspiel mit dem serienmäßigen ABS sorgt jedoch jederzeit für eine ausgezeichnete Bremsleistung. Bei den S- und X-Modellen der NC-700-Reihe ist standardmäßig ein manuelles 6-Gang-Getriebe verbaut. Alternativ dazu kann auch ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) für 1.000 Euro Aufpreis geordert werden. Honda ist der einzige Motorrad-Hersteller, der dieses DCT im Programm hat. Hier sind zwei Kupplungen vorhanden – eine ist für die ungeraden und die andere für die geraden Gänge zuständig. Die Wahl des Gangs wird durch ein elektronisches Steuerprogramm abhängig von Messdaten oder manuellen Eingriffen getroffen. Bei den Integra- und CTX-Modellen gehört das DCT sogar schon zur Serienausstattung. Etwas verwirrend dabei ist, dass die Leistung mit DCT gelegentlich mit 52 PS / 38,1 kW angegeben wird. Tatsächlich wurden die NC700er in 2012 mit diesen Leistungsdaten produziert. Ab 2013 haben auch die DCT-Ausführungen 48 PS beziehungsweise 35 kW.

Die NC-700-Modelle

Die Grundausführung der NC700-Serie ist als NC700 S zu haben. Hier steht ein klassisches Naked-Bike zur Verfügung, das für den Alltagseinsatz auf Asphalt geschaffen wurde. Optimal für den Weg zur Arbeit oder zur Uni und sportlich genug, um sich auf Landstraßen in die Kurven zu legen, wählt der Biker hier eine der wirtschaftlichsten Lösungen in dieser Klasse, ohne auf die typische Honda-Solidität zu verzichten.

Eine Tendenz zum Offroader zeigt die NC700X. Crossover nennt Honda dieses Konzept. Das entscheidende Merkmal sind hier die verlängerten Federwege von 154 Millimeter vorne und 150 Millimeter hinten. Damit zeigt sich das Bike als Mischung aus Touren-Motorrad und komfortabler Reise-Enduro mit Funbike-Heck, das auch schon mal auf Schotterwegen eingesetzt werden kann.

Auch die Integra 700 kommt als Zwitter daher. Hier sind die Eigenschaften eines klassischen Motorrades mit denen eines Rollers vereint. Der Scooter macht daher eine besonders gute Figur im Stadtverkehr, braucht sich aber auch außerhalb geschlossener Ortschaften nicht zu verstecken.

Die CTX 700 schließlich rundet die NC700er-Palette mit einem kleinen Cruiser ab. Sie bringt die gleichen Leistungsdaten wie die anderen Mitglieder der Modell-Familie auf die Straße, zeigt sich aber in einem besonders lässigen Gewand. Cruiser-typisch sitzt der Pilot hier auch sehr niedrig in nur 720 Millimeter Höhe und kann die Füße weit nach vorne strecken.

Die neue NC750-Reihe: runder, knackiger, saftiger

Im Jahre 2014 wurde eine komplett überarbeitete Version der Modelle auf den Markt gebracht. Dank einer um vier Millimeter vergrößerten Bohrung haben die Maschinen nun 745 Kubikzentimeter Hubraum. Das maximale Drehmoment liegt immer noch bei 4.750 U/min, bringt es jetzt aber auf 68 Nm. Ein Kraftzuwachs, der deutlich spürbar ist und das gesamte Fahrverhalten runder, knackiger, saftiger macht. Auch die maximale Endgeschwindigkeit ist von 160 km/h auf 170 km/h beziehungsweise 168 km/h mit DCT gestiegen.

Die Modellbezeichnungen lauten nun NC750 S, NC750 X und Integra 750. Von der CTX ist bislang keine 750er-Version erschienen. Neben dem Kraftzuwachs und ihrer verbesserten Entfaltung sind auch weitere Eigenschaften optimiert wurden. Das DCT liegt in einer überarbeiteten Fassung vor, die Endübersetzung wurde verlängert und die Maschinen haben einen neuen Endschalldämpfer sowie eine zweite Ausgleichswelle bekommen.

Zur Steigerung des Komforts ist der Bezug der etwas schmaler gewordenen Sitzbank erneuert worden. Dazu zeigt die Digitalanzeige des Cockpits mehr Daten wie den aktuell eingelegten Gang sowie Informationen über den gegenwärtigen und durchschnittlichen Verbrauch an. Preislich sind auch die NC750-Modelle äußerst attraktiv geblieben. Im Vergleich zu ihren 700er-Schwestern haben sie nur um jeweils etwa 260 Euro zugelegt vermittelt nun aber eine deutlich gesteigerte Fahrfreude.

Badmobil auf 2 Rädern – die Vultus


Am 24. März 2014 auf der 30. Motorcycle Show stellte Honda die NM4 Vultus, ein futuristisch anmutenden vollverkleideten Cruiser vor, welcher auf dem Honda Integra 750 basiert.