Beiträge von Ned Flanders

    So wie es Alex weiter oben schon beschrieben hat: Das Gewicht erst mal mit Klebeband befestigen, bis man die richtige Menge und alles am richtigen Platz hat, dann wird das (selbstklebende) Gewicht final aufgeklebt.

    Beim manuellen Wuchten muss man sich eben vorstellen, wie oder was da passiert:

    Man schubst den Reifen leicht an, damit er sich dreht und nach einer Weile pendelt er sich so aus, dass der SCHWERSTE Punkt unten ist (Erdanziehungskraft). Jetzt klebt man ENTGEGENGESETZT, also oben am LEICHTESTEN Punkt ein Gewicht provisorisch mit Klebeband an, erstmal 10 Gramm (ich sag mal zum Schocken ;) ). Wenn sich der Reifen danach von selbst in Bewegung setzt und das Gewicht nach unten tendiert, weisst Du, das es jedenfalls zuviel war und kannst auf 5 Gramm reduzieren. Wenn es sich jetzt bisschen von selbst bewegt, siehst Du, das es jetzt losgeht. Wenn es dagegen oben stehenbleibt, schubst du den Reifen leicht an und schaust, was passiert. Dreht es sich bisschen und bleibt dann stehen, wiederholst du das paar Mal. Wenn das Rad jedes Mal wanders stehen bleibt, mal weiter oben, mal weiter unten, mal auf der anderen Seite hast du es schon geschafft. Meist ist es aber nicht so einfach, oft zeigt sich dann ein weiterer Schwerpunkt an einer anderen Stelle, wo du dann auch entgegengesetzt was (provisorisch) ankleben musst. Und wieder probieren wie vorhin. Evtl musst du dann das zuerst angeklebte Gewicht ganz wegmachen oder paar cm verschieben. Oder noch ein Gewicht dazu kleben. Eine goldene mathematische Formel gibt es nicht, nur mit der Zeit eine gewisse Erfahrung, wie Du startest und wie du strategisch vorgehen musst.

    Wenn das Rad irgendwann nach wiederholtem Anschubsen jedes Mal woanders stehenbleibt, hast du es geschafft, jetzt klebst Du die (selbstklebenden) Gewichte final auf die zuvor gereinigte Felge.

    Das kann anfangs länger dauern wie die Montage. Ich betrachte das als meditiativen Schlusspunkt zum Erholen nach dem idR schweisstreibenden Montieren. Ich setzte mich mit einem Stuhl an den Werkbank mit dem Wuchtbock, trinke evtl ein Bier dazu , schubse das Rad an, klebe ein Gewicht an, schubse das Rad, bis es irgendwann passt.

    So schnell wie auf der Wucht-Maschine geht es nicht, das muss Dir klar sein.

    Auf meiner gebraucht gekauften NC waren noch die Metzler Roadtec drauf. Die haben sich aber m September auf der kroatischen Küstenstrasse über 1200 km mit Frau und Gepäck dermassen runtergefahren und vor allem 3 Flächen angefahren, das ich sehr froh war, das ich dann anschliessend das Bike wieder auf dem Hänger heimfahren konnte. Die Küstenstrasse ist sehr kurvenreich und ich fahre mit der wertvollen Sozia immer recht defensiv, von daher hätte das nicht passieren sollen. Und weil ich eigentlich von meinen anderen Motorrädern gewöhnt bin, das ich jederzeit auch mal in einen Schotterparkplatz fahren kann , war es manchmal etwas erschreckend, wenn ich das mit diesen Reifen tat.

    Ich wollte darum dann eigentlich den Michelin Anakee Adventure auf ziehen, den ich auf meiner Suzi fahre und mit dem ich seeeehr zufrieden bin, fand aber keine Reifenfreigabe bzw "Reifen-Information", darum habe ich dann über den Winter auf vielfache Empfehlung den Pirelli ScorpionTrail II aufgezogen, hauptsächlich, weil er, wie der Anakee bei Regen sehr gut haftet . Vom Fahrverhalten mag ich ihn, zur Laufleistung kann ich noch nichts sagen. Das ist zwar kein richtiger Enduroreifen, er wird, meine ich, mit 10 oder 20% Geländetauglichkeit angegeben, aber ich fahre manchmal mit Sozia zu einem Aussichtspunkt über Schotter, und ich finde, das es sich bisschen sicherer anfühlt, was das ausbrechende Vorderrad betrifft.

    Ich fahre seit 30 Jahren ein selten genutztes Starthilfekabel am Erst-Motorrad spazieren. Als ich vor ner Weile dann noch ein zweites kaufen wollte, gab es plötzlich auch welche mit einer integrierten Schaltung , die "Spannungsspitzen rausfiltert, die die empfindliche Technik bei Motorrädern mit zB Einspritzung zerstören können".

    Da macht man sich schon Sorgen, weil das alte habe ich noch für ein Vergasermotorrad gekauft. Ich habe dann in meinem anderen Forum nachgefragt, wie das jetzt mit den Spannungsspitzen aussieht. Es gab die üblichen seitenlangen Diskussionen zwischen 2 extremen Lagern, ohne ein eindeutiges Ergebnis, höchstens mit dem Kompromiss, so eine Powerstartbank zu nehmen. Das werde ich auch machen, weil wir im Herbst nach Bosnien wollen und ich da auf Nummer sicher gehen will, weil der ADAC dort scheinbar nicht so präsent ist.

    Weil ich mir die Dinger früher schon mal angesehen habe und damals bei amazon viele Bewertungen sah, dass die enthaltenen Noname-Akkus im zweiten Jahr sich nicht mehr laden liessen, habe ich beschlossen, mal ausnahmsweise nicht das billigste zu kaufen, von daher habe ich mir mal die kleinste von OSRAM vorgemerkt, in erster Linie einfach wegen dem Namen, in der Hoffnung, das die bisschen Wert auf ihr Image legen. Die liegt dann bei 70 Euro und wird bei amazon größtenteils positiv gesehen.

    Diese verlinkten Protektoren stelle ich mir gruselig vor, schon vom Schwitzen her,wenns kalt ist mögen die ein Vorteil sein. Ausserdem, ich habe Kniearthrose und wenn ich mal wieder ein dickes Knie habe, ziehe ich eine extra dafür gemachten "Stützbandage" darüber, die die Kniescheibe fixiert. Obwohl das Teil gut gearbeitet ist, wirft es eben beim Sitzen Falten in der Kniekehle, Fazit die Kniekehle schmerzt und ist empfindlich. Länger als einen ganzen Tag geht das nicht, weil ich am nächsten Tag wund bin. Diese Protektoren sind da bestimmt nicht besser UND beim Biken sitzt man meist und auf der NC sind die Knie ziemlich angewinkelt.