Beiträge von _Matthias_

    Ich hab' mir das mal von einem Bekannten erlären lassen, der bei Dunlop arbeitet. Soweit ich mich erinnere war das so:

    --> Diagonalreifen sind normalerweise max. bis Kategorie H zugelassen. Bei größeren Geschwindigkeiten platzen sie zwar nicht gleich, dehnen sich aber mehrere cm auf den Durchmesser gesehen aus. Dann kann der Reifen mit Anbauteilen kollidieren.

    --> Bias-Diagionalreifen (B) oder Gürtelreifen haben einen etwas stärkeren Diagonalaufbau, sind aber Diagonalreifen und bringen geschwindigkeitstechnisch wenig, daher auch meist max. H.

    --> Moderne Radialreifen (R) sind als Straßenreifen normalerweise immer gleich für die Kategorie W ausgelegt. Für V oder darunter eigentlich nur, wenn der Gummi weicher, profilierter oder stollig sein soll, z.B. für Adventure-Reifen. Da zum Erreichen der hohen Geschwindigkeiten bei Straßenreifen auch viel mehr Leistung benötigt und der Schlupf groß wird, muss das Reifenmaterial damit umgehen können. Daher sind die Reifen normalerweise abriebfester, zumindest in der Mitte der Lauffläche.

    Also ja, Radialreifen müssten länger halten als Diagonalreifen bei gleicher Leistungsanforderung :)

    Hi,

    ich habe dieses Jahr den Michelin Anakee Adventure aufgezogen. Bin sehr beeindruckt vor allem von der Nasshaftung. Beim Bremsen muss man auch im Nassen vorne schon zugreifen, um das ABS auzulösen. Die originalen Dunlops waren da wirklich nicht gut. Da der Reifenquerschnitt der Anakees runder ist, wird das Motorrad auch deutlich handlicher. Für mich ein hervorragender Reifen. Kleiner Nachteil - wie bei allen Stollenprofilen: Der Reifen singt bei 50-55 km/h und Vielfachen davon hörbar. Stört mich nicht, aber wer bei Abrollgeräuschen sensibel ist, sollte es vorher wissen.

    Optisch passt er auch gut auf die NC finde ich. Unten ein Foto im Neuzustand.

    Hallo Bernd,
    hat sich eigentlich an der Sitzposition etwas geändert von RH09 zu RH23? Seinerzeit beim Übergang von RC90 zu RH09 wurde der Lenker leicht höher und man saß etwas anders. Für micht ist die RH09 erst mit den Voigt-Lenkerverlegungen bequem geworden.
    Viele Grüße

    Matthias


    Hi Waldemar,
    das Federbein ist länger, das ist natürlich richtig. Aber verlängert wird die Schubstange um rund 10 mm, d.h. der Federweg wird länger (+30 mm am Hinterrad, also insgesamt 150 mm). Längere Schubstange heißt ja auch mehr Federweg. Ich war mir anfangs auch nicht sicher, ob nur eine Aufnahme oder eben die Schubstange verlängert wird, unten die Bestätigung von Wilbers. Mir kommt es ja auf den größeren Federweg an und nicht nur auf die Höhe. Und ja, wenn man das längere Wilbers mit dem 150mm-Original-Federbein der RC90 vergleicht (habe noch eins im Keller) sind die Längen augenscheinlich gleich :)
    Schöne Grüße
    Matthias

    Das originale Honda-Federbein sieht nicht so aus, als dass man es öffnen und warten könnte. Gabelservice steht auf dem Wartungsplan nicht explizit drauf, Vermutlich macht eine Werkstatt nichts, solange nicht Staubkappen rissig werden, Öl austritt oder der Kunde einen Gabelservice beauftragt. Bin aber selten in einer Werkstatt.

    Noch zum Federbein ein Gedanke: Ich habe auch auf Wilbers umgerüstet, da mit das originale Fahrwerk der RH09 mit 120 mm Federweg zu stockig war und alleine durch das Motorrad und mich relativ viel Federweg aufgebraucht war. Dann bleibt zum Aufbau einer hohen Kraft bei Stößen für den Dämpfer wenig Weg übrig. Die Kraft aus dem Luftfederanteil steigt auch schnell an und das Fahrwerk erscheint hart und wenig komfortabel. Wilbers hat ein Federbein mit 30 mm mehr Federweg im Programm (mit ABE für die RH09). Das war für mich der entscheidende Grund für die Umrüstung. Mit 150 mm Federweg und anpassbarer Dämpfung lässt sich ein für mich spürbar komfortableres, aber trotzdem sehr definiertes Fahrverhalten erreichen (weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll). Das gilt gleichermaßen für die Gabel. Ich frage mich sowieso, warum Honda auf 120 mm runtergegangen ist für die X (ja, Sitzöhe...). Ich hatte vorher eine RC90 als Schalter, da war das Serienfahrwerk für mich weniger rumpelig als bei der RH09.

    Wegen des Geldes: Falls ich meine NC mal verkaufen sollte, kann ich ja entweder das "alte" originale Federbein verkaufen oder umbauen und das Wilbers-Federbein veräußern. Mit viellelicht dem halben Neupreis würde ich für gute gebrauchte oder fast neue originale Federbeine schon rechnen.

    Nur kurz einige Infos zur Einordnung elektronischer Airbags, die ich von In&Motion gefunden haben. Mich hat das vor dem Kauf der mechanischen Variante auch interessiert:

    Der Screenshot ist aus einem Video von F9 aus den techn. Daten. Die elektronischen Airbags von In&Motion funktionieren danach mit einer Zuverlässigkeit von durchschnittlich 75%, das erst ab einer Geschwindigkeit größer 25 km/h, sofern der Aufprall von vorne kommt und ein GPS-Signal vorhanden ist. Die Daten sind von 2020, mittlerweile ist das sicher besser geworden. Die Mindestgeschwindigkeit von 25 km/h steht aber auch heute noch bei In&Motion. Also kein Unfall bauen im Tunnel, in der Stadt bei langsamer Fahrt oder von hinten oder der Seite angefahren werden. Die Software wurde halt hauptsächlich mit Crashs trainiert, die dort stattfanden, wo Crashs halt zuverlässig stattfinden - auf der Rennstrecke. Da spielen langsame Geschwindigkeiten keine Rolle ;) Wenn elektronisch, dann steigt für mein Verständnis die Auslösezuverlässigkeit, wenn das System einen Abstand zu Fahrzeug als Referenz messen kann. Das geht mit festen Gabelsensoren. Sowas fände ich auch gut.


    Nur so eine Idee: Gerade bei der Hinterradbremse wird häufig mal auf den Wechsel der Bremsflüssigkeit verzichtet und/oder beim Wechsel etwas Luft mit eingezogen. Das hat dann auch den Effekt, dass man den Bremshebel ziemlich weit durchtreten kann, ohne eine brauchbare Bremswirkung zu spüren. Ich hatte das mal bei einem befreundeten Motorrad. Im Fuß merkt man das nicht so einfühlig wie in der Hand und denkt, dass die Kiste nicht bremst. Vielleicht wäre erstmal ein Wechsel der Bremsflüssigkeit mit einem sauberen Entlüften die erste Wahl vor dem Einbau anderer Beläge? Das kann man immer noch machen.


    Normalerweise funktioniert die Bremse schon so, wie sie soll, also mit langsamem Bremskraftaufbau und Blockieren bei hoher Fußkraft.

    Ich hab' auch eine Helite Turtle, aber als mechanische Version. Das vorher schonmal erwähnte Video von Fortnine finde ich auch aussagekräftig. Ich hab' die Weste jetzt schon seit 2 Jahren, eine Auslösung gab es noch nicht, weder als Fehl- noch als Unfallauslösung. Vom Helite-Konzept überzeugt mich neben dem großen Airbag, der auch den Helm stabilisiert, der eingebaute Rückenprotektor Level 2. Mir erscheint das ein gutes Konzept zu sein, den Airbag zwischen Rücken und Protektor zu legen. Für mich positiver Nebeneffekt: Ich brauche keine Rückenprotektoren mehr in den Jacken. Meist sind die ja beim Kauf nicht mehr dabei. Außerdem fühle ich mich mit den Meshjacken (mir kann keiner glaubhaft erzhählen, dass Mesh brauchbar abriebfest ist auf Asphalt) im Sommer besser. Zur Farbe: Ich vermute stark, dass das gelb mich schon vor einigen Szenen "gerettet" hat im morgendlichen oder abendlichen Berufsverkehr, wenn viele Autofahrer doch nicht so wirklich aufmerksam unterwegs sind. Da ich mich selbst nicht auf dem Motorrad sehe, stört mich die Farbe auch nicht ;) Der Sicherheit ist es sicher zuträglich.


    Mein Fazit: Helite Turtle stört mich nicht, mit dem mechanischen Verschluss komme ich gut zurecht und ich brauche keine separaten Rückenprotektoren mehr. Ich bleibe dabei!


    Noch etwas: Den Service beim deutschen Importeur fand ich prima! Ich habe zwei Westen in unterschiedlichen Größen zugeschickt bekommen und dann einen Videocall dazu gehabt. Vorbildhaft!

    Prima, dankeschön für den Link! Das ist eine gute Übersicht. Ich hatte auch schon den Eindruck, dass SAE von den Herstellern ziemlich unterschiedlich interpretiert wird. Ich mache einen Gabelservice in eher großen Abständen und nehme normalerweise Liqui-Moly, weil es das bei Polo um die Ecke gibt. Mit dem Ziel der etwas geringeren Dämpfung habe ich mal SAE10 von Liqui-Moly erstetzt durch Wilbers 7.5 und hatte das (etwas enttäuschte...) Gefühl, dass sich da nichts ändert, schon gar nicht in die von mir beabsichtigte Richtung. Laut Tabelle sind die Öle mehr oder weniger gleich. Bin jetzt mit Liqui-Moly 7.5 für meine NC-Gabel ziemlich glücklich.

    Viele Grüße, Matthias